Kurz vor Jahreswechsel sollte es am zweiten Weihnachtsfeiertag musikalisch dann doch noch einmal hoch her gehen, denn die Crew von Rost:licht lud zum „X-Mas Rock 2016“ in die Rohrmeisterei nach Schwerte. Wie der Zufall es so wollte wurden die Festtage sowieso für Verwandtenbesuche genutzt, so dass die Anreise dieses Mal – dank Fußmarsch – ohne Parkplatzsuche funktionierte.

Da die Fitches aufgrund der bisherigen Berichte und Reviews hier ja mittlerweile quasi unsere Hausband sind, könnten wir uns den Auftritt der vier Stoner-Rocker aus Unna natürlich nicht entgehen lassen und standen somit um Punkt 8 direkt in der ersten Reihe… was aufgrund der recht mageren Besucherzahlen von fb_img_1483028820060ungefähr 100 Konzert-Gästen auch nicht schwierig war – hier direkt einmal vorab, alle die überlegt hatten das Konzert zu besuchen, dann aber doch nicht aufgetaucht waren, sollten sich erstens schämen und sind zweitens selber schuld, da sie einen der geilsten Konzertabende (seit es Weihnachtsfeiertage gibt) verpasst haben!

fb_img_1483028813262Also dann, los geht`s… die besagten Fitches betraten gut gelaunt die phantastisch große Bühne der Rohrmeisterei und spätestens als Sänger Dennis Steinhoff die ersten Töne des Openers „Where I’m` From“ anstimmte brachen alle Dämme bei der kleinen, aber mehr als feierwütigen Party-Gemeinde. Logisch das hier so einiges an Energie in den Beinen steckte, waren die drei zuvor verbrachten Tage doch von unzähligen Schlemmereien und viel zu viel Süßwaren geprägt worden!… oder lüge ich hier etwa?

Songs wie „Mr. Suicide“ durften natürlich genauso wenig fehlen, wie „Nuclear Monkey“ oder „Bang Your Drums“ und besonders Schlagzeuger Alessandro und Sänger Dennis schienen am Montag Abend ganz besonders Bock zu haben… nicht das Peter an der Gitarre oder Herr Figge am Bass einen gelangweilten Eindruck machten, aber Alessandro verlor als Erster sein Shirt und damit die letzten Hemmungen und Dennis brachte die größten Bewegungsmuffel (mich eingeschlossen) nicht alleine dank seiner Ansagen zum kollektiven „mitwippen“!fb_img_1483028835406

Da die Jungs an dem Abend aber nicht alleine aufspielten, war nach gut einer Stunden leider schon wieder Schluss und wir nutzten die anschließende Umbaupause um das reichhaltige Merchandising Angebot zu begutachten, uns mit dem „Love Music – Fuck Cancer“ Beutel und so einigem schicken Zeugs einzudecken und die Fitches einmal artig zu drücken, das obligatorische Beweisfoto natürlich inbegriffen… mehr geht nun wirklich nicht!

Direkt im Anschluss folgten dann die Herren von The Roughtones, über welche ich zwar durch meinen Kollegen Lars (der mich in meinen alten Dortmunder Zeiten wunderbar begleitet fb_img_1483028842439und mit mir so manche „Wemserkneipe“ auf einen „Absacker“ unsicher gemacht hatte) schon so einiges erzählt bekommen hatte, bisher jedoch noch nie in den Genuss eines Konzertes gekommen war.

In den darauffolgenden gut sechzig Minuten boten uns Sänger Kurt Martin, Schlagzeuger Chris, der Gitarrenmann Dr. Mad und Aushilfs-Basser Kai alles, was man an einem solchen Abend verlangen durfte… von klassischen Rock-Songs bis zu entspannten Parts, von bluesigen Einlagen bis zu den Zugaben, die selbst mir The Roughtones Rookie bekannt vorkamen – okay, wer kennt „I Believe In Miracles“ oder den „Sommertime Blues“ denn auch nicht… aber geschenkt, es war schließlich ein in sich stimmiger und gelungener Auftritt, inmitten leider zu dem Zeitpunkt bereits wieder sinkender Besucherzahlen.

Die größte Überraschung des Abends brachten uns dann die Niederländer von Mandrake’s Monster, die extra den langen Weg von Enschede in den Ruhrpott angetreten waren um uns alle zu später Stunde noch einmal richtig in Wallungen zu bringen! Da ich von den Jungs vorher noch nichts gehört hatte, erwartete ich erstmal nichts, wurde aber schon bei der ersten Nummer so dermaßen mitgerissen, dass ich nach dem Gig direkt nach dem Album fragenfb_img_1483028856735 musste… leider werde ich mich wohl noch ein wenig gedulden müssen, aber aufgeschoben ist ja schließlich nicht aufgehoben.

Sänger Martin begrüßte die verbliebene Menge in reinstem Hochdeutsch, was mich erst irritierte, ich aber dann mit Bestürzen feststellen musste, das ich hier schlecht recherchiert hatte… kam der Sänger doch aus Mengede und nicht aus unserem entspannten Nachbarstaat.

Stimmlich bewegen sich die Mandrake’s Monster irgendwo zwischen Incubus und den Jungs von Faith No More, was ja wohl mehr als eine Auszeichnung ist! Also mal ehrlich gesagt, was Martin, die Gitarristen Alex und Peter, Basser Sem und Schlagzeuger Mart zu bieten hatten war eine ordentliche Portion Indie-Rock – nicht umsonst sind die Jungs in Holland mittlerweile bereits nicht mehr nur ein Geheimtipp… und womit? Mit Recht!

Aber auch wenn alle Gäste an dem Abend noch die halbe Nacht hätten weiter feiern können, so geht leider auch die beste Veranstaltung einmal zu Ende und die Mandrake’s Monster verabschiedeten sich nach mehreren Zugaben, dem abgefahrensten Schlagzeug-Solo das ich je gehört bzw. gesehen habe und beinahe 1 ½ Stunden überschwänglicher Spielfreude von der Bühne… Respekt, ihr habt seit heute mindestens zwei neue Fans!

fb_img_1483028849925Somit ging nach über vier Stunden ansprechender Rockmusik ein zweiter Weihnachtsfeiertag fulminant zu Ende und der sich durchaus hinziehende Rückweg (versucht mal Nachts in Schwerte ein Taxi zu bekommen… geht mal gar nicht!) war geprägt von angeregten Gesprächen über das „X-Mas Rock“ Fest.

Ein besonderer Dank geht auf jeden Fall an den Veranstalter Jörg Rost und seine Rost:licht Crew, die hier nicht nur Licht-technisch eine sehr gute Figur abgaben… auch die Wahl bzw. Zusammensetzung der Bands hat genau gepasst.

Auch war die Rohrmeisterei als Veranstaltungsort eine gute Wahl… lediglich der Termin sollte beim nächsten Mal noch einmal überdacht werden, scheinbar waren viele Gäste dann doch komatös mit dem Gesicht in den Leckereien eingepennt oder hatten einfach keine Kraft mehr, sich nach den Strapazen der Vortage noch einmal aufzuraffen!

Da man aber die Feste feiern soll wie sie fallen, wird es hoffentlich auch nächstes Jahr wieder eine „X-Mas Rock“ Veranstaltung geben! In meinem Kalender habe ich auf jeden Fall schon einmal etwas Platz gelassen!

Fazit: Geiles Konzert, nette Leute, schicke Location, leckere Kaltgetränke… gerne wieder! 😉

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VERANSTALTER – Rost:licht

Bilder – Dana Blex / Küstenfuchs Photographie