Die Dresdner Krautrocker um Frontfrau Francis Tobolsky, die auf den Namen Wucan hören und erst seit 2012 wirklich aktiv sind, bewegen sich und alle begeisterten Freunde des Retro-Rock in einer temporeichen Geschwindigkeit!

Die im November letzten Jahres veröffentlichte EP „Vikrama“ machte den Anfang und nun, keine zwölf Monate später, zog das Debütalbum „Sow The Wind“ in die Plattenläden. Gleichzeitig wurde das „Hammer Of Doom Festival“ bespielt und Wucan traten auf der Tour von `Siena Root` als Support auf.

Mit „Sow The Wind“ zeigen die vier Dresdner jetzt was es heißt, seine Vorliebe im Rock der späten 60iger und frühen 70iger gefunden zu haben… gleich vorab, ja ich weiß, davon gibt es aktuell mehr als genügend Newcomer Bands, also aus welchem Grund sollte uns gerade Wucan interessieren?

Als erster Grund könnte der weibliche Gesang her halten, welcher in dem Genre aktuell doch eher selten zu finden und qualitativ schon sehr „hochwertig“ ist!
Außerdem konnte mit Richard Behrens (Live-Mischer von `Kadavar`) ein Produzent und mit dem Big Snuff Studio in Berlin ein Ort gefunden werden, der das erste Album der Band perfekt und professionell produzierte.

Inspirieren ließen sich Wucan musikalisch von `Deep Purple` oder `Uriah Heep`, besonders die Ursprünglichkeit, mit welcher die Instrumente genutzt werden, lassen an eben genannte Größen des Rock erinnern. Alles ein wenig verwaschen, unverbraucht und mit einer Rauheit, die den ganzen Schnick-Schnack heutiger Aufnahmeverfahren vermissen lassen… Analog statt Digital war hier eindeutig das Motto von „Sow The Wind“.

Eine interessante Mischung aus „Damals“ und „Heute“, wobei ich ja persönlich dem Kraut- bzw. Retro-Rock normalerweise nicht so fröne… so authentisch wie die Vier hier auftreten, so sehr kann ich mich eine Weile auf die mir normalerweise eher fremden Klänge einlassen!

Sechs Songs voller Abwechslung, 70iger Gitarren-Riffs und emotional psychedelische Gesangs-Momenten von Sängerin Francis… wobei zugegeben, die Querflöte erinnert mich von Lied zu Lied immer mehr an `Jethro Tull` und geht mir gelinde gesagt irgendwann doch ein wenig auf den Zeiger!

Hier eine klare Meinung zu fassen fällt mir schwer… hört einfach selber rein!

 

sow

Tracklist:
1. Father Storm
2. Owl Eyes
3. Looking In The Past
4. Face In The Kraut
5. King Korea
6. Wandersmann

Wucan – HOMEPAGE

Wucan – Sow The Wind (SPV / Cargo, 25.09.2015)
3.3Gesamtwertung