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Es gibt Konzerte und es gibt Konzerte. Den großartigen Songwriter Rocky Votolato hatte ich schon in größerem Rahmen gesehen und Tourbegleiter Marcel Gein kannte ich von einem kleinen Wohnzimmerkonzert. Jetzt stand aber ein Wohnzimmerkonzert mit Rocky Votolato im kleinen Cuxhaven an. Mein Vergleich „Rocky Votolato in Cuxhaven ist wie Bin Laden bei Tacko“ finde ich immer noch ziemlich treffend. Verrückt.

Als Fotograf wollte ich natürlich auch gleich die Gelegenheit nutzen und ein paar Portraits mit Rocky Votolato machen. So waren ein Freund und ich locker eine Stunde zu früh und man konnte eine Runde plaudern. Über Gott und die Welt. Das Meer und Musik.

Mit der Musik ging es dann gegen 20.00 Uhr los und Marcel Gein erspielte sich ziemlich schnell mit wenigen Songs die Sympathie der ca. 30 Zuhörer. Die übrigens ziemlich eng beieinander saßen. Aber auch das ist das besondere an Wohnzimmerkonzerten. Es ist egal oder sogar gewünscht.

Die Interaktion mit dem Musiker, das Miteinander erleben, ist wesentlich intensiver, als in großen Clubs.

Rocky selbst spielte dann ab ca. 20.30 bis ca. 21.50 Uhr und spielte sich durch Klassiker und neue Sachen. Immer ausgeschmückt mit ein wenig Smalltalk mit den Leuten im Raum, Storys von der Tour usw.

Ich mochte den guten Rocky Votolato zwar schon immer und liebte seine Musik, aber dieser Abend war nochmal besonders und hat sich in mein Fanboyherz gebrannt. Wer die Gelegenheit hat, sich ein Wohnzimmerkonzert mit einem seiner Lieblingskünstler anzugucken, sollte das unbedingt tun. Und für so einen besonderen Abend sind dann auch 20,- Dollar nicht zuviel. Prost!