Wo Fat Midnight Cometh Front Cover small

Wir schreiben das Jahr 2016 und was passiert? Viel! Denn Wo Fat bringen am 20 Mai ihr sechstes Album mit dem Namen Midnight Cometh an den Start. Die drei Jungs aus Texas sind gerade erst von der letzten Tour zurück und bringen auf der neuen LP einen der fuzzigsten Sounds überhaupt mit sich.

Der Gesamteindruck ähnelt älteren Alben wie Noche del Chupacabra und Psychedelonaut, doch sie haben einen Spalt gelassen für ein bisschen mehr Atmosphäre, ein bisschen mehr Blues und ein bisschen mehr von allem, was das Stoner-Herz begehrt und somit auch eine ganze Tüte mehr fuzzige Riffs, sowie eine Portion psychedelischem Rock.

Das Album beginnt mit „There’s something sinister in the Wind“, das gefühlt rhythmisch einmal querfeldein durch das Album fegt. Darauf folgt nach Riffborn (das spricht für sich) „Of Smoke and Fog“, einer der fuzzigsten blues-stoner Songs die ich bisher auf einem Album hören konnte. Als wäre er irgendwo im Dunst der Atmosphäre stehen geblieben – geil! Eine ähnliche Geschichte erzählen auch „Three Minutes to Midnight“ und „Nightcomer“ – hier kommt indirekt kein Stump zu kurz. Irgendwo dazwischen befindet sich „Le Dilemme de Detenu“, welches eher in die „Riffborn“ Richtung zieht.

Insgesamt schleichen sich Wo Fat mit diesem Album etwas mehr in die musikalische Instrumentalisierung von Colour Haze und Konsorten, jedoch mit einem prägnanteren Gesang und einem durchaus wippenden Sound.

Der Willen der Band ist durchaus erkennbar und die Erfahrung auch – aber ist auch nicht anders von auszugehen nach sechs Alben. Die Band ist definitiv eingespielt und zeigt auch in welche Richtung sie gehen möchte, daher gibt es im Großen und Ganzen auch gar nichts zu meckern.

 

Wo Fat - Midnight Cometh (VÖ: 20 Mai 2016)
4.5Gesamtwertung