Das Debütalbum der Weidener Band William’s Orbit hat es recht schnell in meine Heavy Rotation geschafft.  Wie ihr im Review lesen könnt war (und bin) ich ziemlich begeistert. Dass dies eine Band aus dem Indie Rock Sektor schafft, passiert bei mir nicht so oft! Grund genug ein paar Fragen zu stellen!

Here you go!

Rainer:
Herzlichen Glückwunsch zum sehr gelungenen Debütalbum „Once“. Als ich die Promo CD aus dem Umschlag gezogen habe, war ich verwirrt! Ich musste an den Musikproduzenten William Orbit und seine elektronische Musik denken. Sind euch mehr solche Verwechslungen aufgrund des Bandnamens bekannt?

William´s Orbit:
Ja und Beschwerden gab es auch schon, von einem enttäuschten William Orbit Fan, der es blind gekauft hat und dann als „mittelmässigen Coldplay-Abklatsch“ verteufelt hat. Wir warten eigentlich nur auf die Klage aus London, wenn wir zu bekannt werden.

Rainer:
Wie seid ihr zu eurem Bandnamen gekommen?

William´s Orbit:
Zufall. Der Name war einfach irgendwann mal da und irgendwie klingt er ja ganz gut und passt auch zu uns. William – ein typisch britischer Vorname, stellvertretend für unsere englischsprachigen Texte. Orbit – die Kreisbahn im Weltall, angelehnt an die sphärischen Elemente in unserer Musik.

Rainer:
William´s Orbit existieren bereits seit 8 Jahren, ab welchem Zeitpunkt habt ihr überlegt ein Album zu veröffentlichen und wie lange habt ihr für die Fertigstellung von „Once“ gebraucht?

William´s Orbit:
Eigentlich schon immer! So ein richtiges eigenes Album ist das Größte überhaupt, für einen als Band. 2014 sind wir dann in die Gänge gekommen, haben dann aber erstmal eine EP aufgenommen. Es hat 2 Jahre gedauert seitdem die ersten Songs entstanden sind und bis die Platte nun endlich rausgekommen ist.

Rainer:
Wie ich gelesen habe wurden die Aufnahmen zu „Once“ über Crowdfunding finanziert. Konntet ihr durch diese Aktion den Studioaufenthalt komplett finanzieren und wie lang lief die Crowdfunding Kampagne?

William´s Orbit:
Als wir das Crowdfunding durchgezogen haben war das Album schon komplett fertig und wir suchten nach einer Möglichkeit um es rauszubringen. Wir hatten dann keinen Bock auf den großen Plattenvertrag zu warten und wollten endlich raus damit. Es sollte aber auch nicht einfach verpuffen, sondern amtlich veröffentlich werden. Die Idee zum Crowdfunding gab es schon lange Zeit vorher. Eigentlich sollte das Crowdfunding dann knapp 7 Wochen laufen, aber bereits nach zwei Tagen hatten wir unsere Zielsumme erreicht. Das war einfach der Wahnsinn, den wir uns vorher so sicher nicht erträumt hätten.

William's-Orbit_Foto1_by-Christian-Simmerl-Fotografie_500

Rainer:
Wo liegen eure musikalischen Wurzeln? In meiner Rezension habe ich Kings Of Leon als musikalische Referenz angegeben, könnt ihr euch damit identifizieren, oder liege ich damit komplett daneben?

William´s Orbit:
Wenn wir uns alle auf eine Band einigen müssten wäre das Led Zeppelin. Die musikalischen Wurzeln sind sehr vielfältig und wir glauben, das hört man auch! Unter uns sind „waschechte“ Rocker, genauso aber auch zum Beispiel der Bassist, der schon als Schlagzeuger in Reggae- und Jazzbands gespielt hat. Der Kings of Leon Vergleich kommt wirklich häufig und passt dahingehend, dass uns viele attestieren eine Indie-Rock Band für Liebhaber zu sein, die es trotzdem schafft eingängig und mainstreamtauglich zu sein.

Rainer:
Zum Song „Miles Away“ habt ihr ein sehr schönes und aufwendiges Video gedreht. Lohnt sich die Produktion eines solchen Videos noch? Oder habt ihr das Video speziell für die Verbreitung über Social Media Kanäle gedreht?

William´s Orbit:
Die Leute wissen gute Videos immer noch zu schätzen und es ist verdammt wichtig, wenn du willst das neue Leute dich entdecken. Von daher kommt man gar nicht Drumherum Videos zu drehen, auch um etwas zu haben was man online verbreiten kann.


Rainer:
Auf eurer Internetseite habe ich das Spotify Logo gesehen. Ist diese Art eure Musik unter die Leute zu bringen für euch ein notwendiges Übel, oder eine gern gesehene Möglichkeit für euch Werbung zu machen.

William´s Orbit:
Beides! Hey – immerhin gibt es da überhaupt Geld, welches es für illegale Downloads nicht gibt. Ein Schritt in die richtige Richtung also! Echte Fans kaufen sich die CD oder holen sich das Vinyl, und die Leute die es neu entdecken nimmt man gerne mit. Aber reich wird man nicht mit Streaming, das stimmt.

Rainer:
Wie sehen die Pläne von William´s Orbit für die nähere Zukunft aus?

Williams Orbit:
Jetzt läuft die Tour, dann kommen ein paar schöne kleine Open Airs und Festivals! Im September geht es nach Kanada und dann soll eine Folgetour stattfinden. Gleichzeitig haben wir aber jetzt schon angefangen an der nächsten Platte zu arbeiten. Wir sind noch lange nicht satt!
William´s Orbit Website