Hallo und hereinspaziert in unseren einzigartigen Proberaum. Hier, mitten in Würzburg, mit Bahngleisen auf der einen und Stadtring auf der anderen Seite, treffen wir uns im Keller eines Wohnhauses, um laut zu sein. Inmitten dieses Stadtlärms fühlen sich die lieben Studenten, die die Wohnungen über unserem Raum bewohnen, tatsächlich immer noch von uns belästigt. Naja… nach all den Jahren haben sie sich dann doch an uns gewöhnt. Gefühlt jeden Tag sind wir in unserem umgebauten Gewölbekeller, um zu proben, zu planen oder einfach um zu quatschen.

Wenn man hier viel Zeit verbringt, hat man auch schon gleich das erste Problem: Der Toilettengang ist immer wieder ein Erlebnis. Auch wenn wir ein bisschen stolz darauf sind, dass wir hier die original Drehstätte von Saw I „benutzen“ dürfen – fließend Wasser oder Licht hätte schon was. Aber man kann wohl nicht alles haben.

Zum Spülen muss dann halt der Eimer Wasser herhalten, den unser Luftentfeuchter Tag für Tag befüllt und auch schon ab und zu zum Überlaufen gebracht hat.
Natürlich sind wir technisch voll ausgestattet, denn die meisten Videos, Demos und Probenmitschnitte entstehen hier. Da kann es schon mal passieren, dass sich Mäuse in den teuren Abhörmonitoren einnisten. Schade…

Aber wie kommt man eigentlich zu diesem schönen, alten Gebäude? Ganz einfach, einmal durch die wunderschöne Unterführung, die von Einheimischen liebevoll „Pisstunnel“ genannt wird, und schon steht man vor dem „Haus d‘Amour“, wie man unseren Proberaum früher nannte. Damals, als es noch ein Bordell war. True Story.

„Der Proberaum verschluckt nichts!“. Hm, bei dem, was sich hier alles nach der Zeit finden lässt, könnte man wirklich meinen, in dem Raum proben mindestens drei Bands. Hier 12 Klinkenkabel, da 17 Sticks, in der nächsten Ecke stapeln sich die Kartons von vier Generationen Effekt-Pedalen, aber das was man sucht, findet man natürlich nicht. Nur an einer Wand ist alles fein säuberlichst sortiert.
Hier lagert der Merch. Alle Größen und Farben beschriftet mit kleinen Zetteln – ein bisschen Ordnung muss halt doch sein.

Wenn dann ein Konzert ansteht, darf alles, was man mühevoll im kleinen Keller verstaut hat, wieder nach oben in den Bus geschleppt werden. Also die viel zu schweren Cases durch das viel zu schmale Treppenhaus und nachts der selbe Spaß wieder rückwärts. Nach ein paar zerquetschten Händen und vertretenen Füßen hat man dann aber doch irgendwann den Dreh raus und der immer wiederkehrende „Umzug“ stellt keine Probleme mehr dar.

Seit mittlerweile 6 Jahren ist dieser Keller mit – zugegeben – ein paar kleinen Schwachstellen wie unser zweites Zuhause. Dementsprechend haben wir uns nach und nach wohnlich eingerichtet, Teppich verlegt, Sofa organisiert und eine abenteuerliche Schaumstoff-Deckenkonstruktion angebracht. Wir fühlen uns wohl. So wohl, dass der ein oder andere nach einer langen Nacht in dem nebenan gelegenen Club schon mal auf dem Sofa im Proberaum aufwacht, weil der Nachhauseweg wohl zu beschwerlich gewesen wäre.

 

 

Das neue Devil May Care Album „Echoes“ ist übrigens ab sofort erhältlich

1. Dead Ember
2. Hollow Promises
3. On Wings of Wax
4. L.I.A.R.
5. Atlas
6. Telemachy
7. Odyssey
8. Our Hope
9. Empathy
10. Echoes
11. Ghosts
12. The Fire
13. Wake Me Up

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