Hi, willkommen in unserem Proberaum. Unser Proberaum ist klein, quadratisch, praktisch, gut und auch wenn er für Außenstehende nur wie ein Eierpappen-Salon wirkt, so ist dieser Raum unser Clubhaus, unsere Zuflucht und unser Hauptquartier für Storyteller. Alle großen Entscheidungen werden hier gefällt, alle Songs werden hier auf Live-Tauglichkeit geprobt und manchmal sitzen wir hier einfach nur rum und trinken ein, zwei Bier während wir darüber quatschen wie unsere Woche lief.

 

 

Unser Proberaum ist gleichzeitig auch unser Lager und Antiquitäten-Shop in einem. Alles was wir auf der Bühne zum Musikmachen brauchen lagert hier und über die Jahre hat sich auch noch eine ganze Menge Firlefanz angesammelt. Wie zum Beispiel dieser Homer Simpson, welcher einmal als Deckel von einer Smarties-Tube diente. Wir scherzen immer, sollten wir jemals diesen Homer verlieren, lösen wir die Band auf. Aktuell thront er jedenfalls fleißig neben unserem Mischpult und hält wachsam die Stellung.

 

 

Auch wenn unser Refugium (aus unerklärlichen Gründen) auf den Bildern relativ geräumig aussieht, so ist es doch ein ziemlich kleiner Ort. Alles was wir nicht zwingend beim proben brauchen wird in Kisten, Tüten oder sonstigen Schachteln verstaut und bis zum Get-No in die wenigen Regale gestopft. Wenn dieses empfindliche Gleichgewicht aus Überfrachtung und Platznot gestört wird entsteht meistens ein apokalyptisches Durcheinander und wir versinken Knietief in unserem eigenen Gerümpel.

 

 

Während ich (Nils) mich meistens um die Ordnung kümmere und schaue, dass unser Raum einigermaßen begehbar ist, so fungiert unser Sänger Rico als technischer Leiter im Bandgefüge. Er verkabelt unsere PA, regelt und mixt unsere In-Ear-Systeme oder er baut unseren Proberaum regelmäßig in ein kleines Studio um, um wieder ein paar neue Ideen aufzunehmen. Auch hier verwüsten wir regelmäßig unsere eigenen Probe-Bedingungen weil irgendein kleines Kabel wieder irgendwo in der hintersten und vergrabenen Kiste sein müsste und wir auf der Suche den halben Raum auf den Kopf stellen.

 

 

Am häufigsten im Proberaum zugegen ist unser Max. Die Gründe dafür sind recht praktikabel. Max arbeitet ganz in der Nähe und ist schnell mal dort und als Schlagzeuger wären seine Nachbarn zu hause auch nicht so super erfreut wenn er bei sich zu hause regelmäßig trommeln würde. Und auch wenn wir alle recht unterschiedlich viel Zeit in unseren Proberaum verbringen, so sind wir ziemlich happy ihn zu haben. Die Proberaum-Situation bei uns zu Hause ist leider ziemlich schwierig und wir kennen nicht wenige Bands, die Ewigkeiten nach einem geeigneten Raum suchen und dann irgendwann einem geteilten Raum so groß wie zwei Telefonzellen mit vier anderen Bands enden.