Eine Deutsche Surfband. Das klingt erstmal ein wenig seltsam, denn man verbindet Surfen doch eher mit Hawaii oder Kalifornien. Aber genauso, wie München eben so eine starke Surfszene hat, wie Sylt, gab es hierzulande schon immer Bands, die auf eindrucksvolle Weise zeigen, dass der uns allen aus Pulp Fiction bekannte Surfsound nicht unbedingt sonniges Wetter voraussetzt (hier seien zB mal die Looney Tunes oder Wayoutwest genannt). Wellness überlegen den sonst typisch reinen instrumental Sound mit Gesang. Der liegt irgendwo zwischen Schlager, den Sternen und Tocotronic. Und genau da liegt für mich das Problem. Ich kann mich beim besten Willen nicht damit anfreunden. Instrumentalisch überzeugt mich „Immer Immer“ durchaus, aber mit dem Gesang werde ich einfach nicht warm. Hamburger Schule und Surfmusik passt für mich irgendwie nicht zusammen. Und so wird es vermutlich etlichen Surf-Fans gehen, während Fans der Hamburger Schule oder von anderer Indiemusik hier deutlich eher einen Zugang finden werden.

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Wellness – Immer Immer

01 Bazooka
02 Exit Exit
03 Was Du Denkst
04 Aloha Arne
05 Duell
06 Besucher
07 Endlich Endlos
08 Mirabelle
09 Calamari
10 Heiße Liebe
11 Amnestie
12 Transmitter
13 Müdes Licht

Wellness - Immer Immer (Cargo Records/Believe Digital/popup-records, 12.02.2016)
1.3Gesamtwertung