Irgendwie scheint seit ein paar Jahren der traditionelle Thrash Metal wieder etwas mehr in den Vordergrund zu rücken. Dies scheint auch Bands, welche vor einiger Zeit das Handtuch geschmissen haben, wieder dazu zu bewegen Alben rauszuhauen. Die Hamburger Warpath waren mehr als 2 Dekaden von der Bildfläche verschwunden und melden sich nun mit neuer Besetzung zurück.

„Bullets For A Desert Session“ heißt das neue Langeisen. Der Zahn der Zeit hat auch bei Warpath seine Zeichen hinterlassen. Die Band kommt durchaus mit modernen Anpassungen im Sound um die Ecke. Im Detail heißt das, die Band geht nicht mehr hyperschnell durch ihre Songs, setzt dafür aber mehr Schwerpunkte in der Rhythmik und entwickelt dabei teilweise toll groovende Songs.

Ein sehr gutes Beispiel dafür ist „No One Can Kill Us“. Der Song ballert ordentlich nach vorne, im Mittelteil treten Warpath auf die Bremse und lassen die Groovesau raus. Das macht Spaß und klingt ziemlich kompromisslos. „When War Beginns“ hingegen ist ein eher schwerfälliger Song, hier setzt die Band auf deutlich tiefer gestimmte Gitarren. Der Track wirkt bedrohlich.

Mit „Bullets For A Desert Session“ wartet das Highlight des Albums am Ende. In knappen sieben Minuten entwickelt sich der Song zur Thrash Metal Walze. Cool!

Ob die Band sich mit dem Album nachhaltig bei den Thrash Metal Fans im Gehirn verankern kann, bleibt abzuwarten.

1. Reborn
2. I Don’t Care
3. When War Begins
4. Unseen Enemy
5. No One Can Kill Us
6. Crossing
7. Offensive Behaviour
8. God Is Dead
9. No More Time To Bleed
10. The Liar Knows The Truth
11. Bullets for A Desert Session

https://www.facebook.com/WarpathHamburg/

Warpath - Bullets For A Desert Session (Massacre, 27.01.2017)
3.8Gesamtwertung