„Matsch Fun“ hatten die zahlreichen Metalheads beim diesjährigen 28. Wacken Open Air Festival. Fans aus über 80 Nationen rockten das Holy Land zu über 150 verschiedenen Bands auf 8 Bühnen. Nach dem inoffiziellen Festival-Auftakt am Mittwoch mit den Metal-Battels ging es am Donnerstag in bester Besetzung mit den W:O:A so richtig los.

Zur Eröffnung des Infields rannten die Fans zur ersten Reihe der beiden großen Hauptbühnen Faster und Harder, um sich die besten Plätze zu sichern. Auch ein kurzer Sturz wurde gekonnt überspielt. Aufstehen, weiter rennen, Platz sichern – das war die Devise. Die hartgesottenen Metalheads mussten dann auch noch einem wirklich starken Regenschauer Stand halten. Es zog eine riesen Wetterfront über das gesamte Festivalgelände und binnen weniger Minuten stand alles unter Wasser und kurzerhand waren die grünen Kuhweiden, braune Schlamm-Weiden. Aber natürlich war es matschig, wir sind ja schließlich beim Wacken. Die Ersten kämpften bereits in den großen Matsch-Pfützen und vertrieben sich so die Wartezeit auf die ersten Bands. Am Donnerstag spielten Accept ihre Special-Show samt Orchester und präsentierten ihr neues Album „The Rise Of Choas“. Richtig voll wurde es am Abend zu Headliner Volbeat, die mit einer ordentlichen Menge an Pyrotechnik die neu benannte Harder-Stage gebührend einweihten.

Auch am Freitag gab es noch einige kleinere Regenschauer, aber das hielt niemanden auf im Moshpit zu Trivium die Sau raus zu lassen. Der Abend gehörte dann ganz Megadeth und Marilyn Manson. Leider machte Manson keine wahnsinnig gute Show, es war eher ein Rausschmeißer am Abend. Nach jedem Song pilgerten immer mehr Besucher Richtung Campingplatz. Sehr schade, aber so bekam der ein oder andere wenigstens ein paar Stunden mehr Schlaf.

Der letzte Tag beim Wacken Open Air hatte es noch einmal richtig in sich, denn es schien die Sonne! Ja, es war sogar richtig warm und einige holten sich tatsächlich noch einen Sonnenbrand. Die Sonne ließ den flüssigen Matsch zu einer sehr zähflüssigen Masse mutieren, in der zahlreiche Schuhe steckenblieben. Während im Infield eine ordentliche Wall Of Death bei Heaven Shall Burn zelebriert wurde, zogen Veranstalter, Polizei und Feuerwehr Bilanz über das aktuelle Festival. Es war im Gesamten sehr ruhig, gab wenig Ausschreitungen und verhältnismäßig wenige Verletzungen. Neben Metal-Queen Doro Pesch, gab Alice Cooper in der Pressekonferenz noch einige Anekdoten über Motörhead-Legende Lemmy zum besten.

Traditionell wurden am letzten Festival-Tag bereits einige bestätigte Bands für nächstes Jahr bekannt gegeben. So werden unter anderem Bands wie: Nightwish, Running Wild, Doro, Arch Enemy, Dirkschneider, In Extremo, Sepultura, Amorphis, Epica, Watain, Knorkator, Belphegor, Firewind, Deserted Fear und Bannkreis 2018 zu sehen sein.

Fotos: Gina Wetzler | www.ginawetzler.de