Sooooo, da ist sie also – die neue VOLBEAT. Nachdem mich der letzte Output „Outlaw Gentlemen And Shady Ladies“  so irgendwie gar nicht geflasht hat und total aufs Radio zugeschnitten war, habe ich nun Hoffnung das hier mal mehr die Axt ausgepackt wird. „Beyond heaven..“ finde ich immer noch am geilsten, da ist einfach mehr Abwechslung und Spielfreude zu hören.

Live sind die Dänen aber immer cool und liefern eine tolle Show ab, sollte jeder mal gesehen haben.

volbeat

Jetzt gibt es erstmal 13 neue Tracks plus Bonus CD fürs Volk, natürlich auch in diversen Sondereditionen.

Der Opener, und vorher auch schon als Video ausgekoppelte Track „The Devils Bleeding Crown“, lies Gutes vermuten. Klar ist alles immer sehr melodiös und irgendwie radiotauglich, aber hier sind einige coole VOLBEAT Trademarks zu hören und machen Lust auf mehr.

Leider sind die folgenden 2 Tracks wieder der Radioeinheitsbrei den ich nicht wollte („Marie Laveau“ und „For Evigt“). Erst bei „the gates of babylon“ (nein, leider kein alter RAINBOW coversong) gehts etwas metallischer los, mit cooler orientalische Note, catchy Refrain – aber unterm Strich gut. „let it burn“ ist wieder langweiliger Radiohitsingeldingens, erst „black rose“ mit Danko Jones als Gastsänger rockt wieder cool durch die Hütte.

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Auch „rebound“ fängt riffig an und trällert dann melodös ohne weh zu tun durch die Lauscher, irgendwie ein Cabriosong für lauschige Sommertage. „Mary Jane Kelly“ ist wieder ein typischer VOLBEAT – Radio-Langweiler, ebenso „goodbye forever“ bis endlich bei „seal the deal“ wieder die Post abgeht. Ein sehr cooler Rocker, der live bestimmt Spass macht, so hätte die ganze Scheibe klingen sollen – mein Anspieltip!

„Battleship chains“ ist komplett überflüssig, hört sich nach Squaredance-muschipolka an – fürchterlich. „You will know“ ist wieder ganz nett im typischen VOLBEAT– Style.  Der letzte Track „The Loa’s Crossroad“ ist wieder richtig gut, heavy, melodiös – wie man es von VOLBEAT liebt.

Die Bonustracks auf CD2 sind ok – wobei allerdings nur das coole aber viel zu kurze „slaytan“ mit ner knappen Minute herausragt. Geiles Metal-Riffing.

Fazit:

Ein recht gutes VOLBEAT – Album mit einigen Hängern. Natürlich gibt es radiotaugliche Songs, wie immer. Aber hier ist oft mal wieder mehr die Gitarre im Vordergrund als beim letzten Album. Der Spagat zwischen Massenkompatibel und geilen Rocksounds ist nicht leicht, und VOLBEAT sind hier aber wieder auf dem besten Weg das hinzubekommen, mit ein paar Abstrichen. Leider fehlt der letzte Knaller und ein paar Songs sind leider echt langweilig, aber es ist eine Tendenz nach oben zu sehen. Live wird es garantiert aber funktionieren und ich kann jedem raten, sich mal eine Show von den Jungs reinzuziehen.

 

 

Tracklist:
01. The Devil’s Bleeding Crown
02. Marie Laveau
03. The Bliss
04. The Gates of Babylon
05. Let It Burn
06. Black Rose
07. Rebound
08. Mary Jane Kelly
09. Goodbye Forever
10. Seal The Deal
11. Battleship Chains
12. You Will Know
13. The Loa’s Crossroad

Bonus CD:

14. slaytan

15. the bliss

16. black rose

17. the devils bleeding crown (live)

VOLBEAT - "Seal the deal & let's boogie" (Universal, 3.6.2016)
3.5Gesamtwertung