Metalcore existiert immer noch, das von einigen ungeliebte Stiefkind aus Hardcore, Heavy und Death Metal ist beständiger als man dies am Anfang dieses Trends, der heute keiner mehr ist, gedacht hat. Die Metalcore-Veteranen Unearth melden sich mit ihrem neuen Album „Extinction(s)“ zurück.

Und das Album fällt recht wuchtig aus. Dass Unearth ungefähr so innovativ wie AC/DC sind ist kein Geheimnis. Also heißt es auch für „Extinction(s)“ wo Unearth draufsteht ist auch Unearth drin!

Die Band setzt ihre Lieder auf ein Fundament aus betonharten Riffs und wirklich feinen Gitarrensoli, welche aber nicht immer so präsent in der Mitte des Songs sitzen wie man es sonst von fast allen Metalkapellen kennt. Das schafft ein wenig stilistische Freiheit und der Band die Möglichkeit sich aus dem machmal engen Metalcorekorsett zu entfliehen.

Die Band hat ihre Songs diesmal kurz gehalten. Die Fünf-Minutengrenze wird nicht überschritten und schon der Opener „Incinerate“ klopft die Möglichkeiten von tiefergestimmten Gitarren ab und lässt so die Rhythmusgitarrenwand besonders schwer wirken.

Dass „Dust“ dann mit sehr melodischen Leadgitarren eröffnet wird, sorgt für feine Abwechslung! „King Of The Arctic“ fällt ein wenig aus dem Rahmen des Albums, hier fährt die Band mal die ultrabrutale Death-Metal-Schiene, während das abschließende „One With The Sun“ Metalcore ist wie er sein sollte!

„Extinction(s)“ ist ein gelungenes Album geworden. An den Bandklassiker „III – In the Eyes of Fire“ kommt man nicht ganz heran, aber das erwartet auch man auch nicht!

 

1. Incinerate
2. Dust
3. Survivalist
4. Cultivation Of Infection
5. The Hunt Begins
6. Hard Lined Downfall
7. King Of The Arctic
8. Sidewinder
9. No Reprisal
10. One With The Sun

http://facebook.com/unearthofficial

Unearth - Extinction(s) (Century Media, 23.11.2018)
4.0Gesamtwertung