Hoppla, was kommt denn hier aus einem finnischen Kohlenkeller gepurzelt? „Yeath Hound“ klingt nach Eigenbrötlerei und purem Underground, aber auch nach der Aufbruchstimmung des Heavy Metals der frühen 80er. Keine Ahnung wie Tommy Varsala das gemacht hat. Ersonnen und eingespielt hat er das Werk seine Projekts Tyfon’s Doom jedenfalls komplett alleine.

Dabei ist die Mucke eigentlich gar nicht so speziell. Sie klingt eher so, als hätte der Typ den Sound der New Wave of Heavy Metal mit einem großen Maiden-Anteil mit Running Wild und straighten Mercyful Fate in den Mixer gepackt und kräftig durchrühren lassen. Es ist allerdings der rohe, ungehobelte Charme, der das Kraut fett macht. Dazu hat Varsala den Dreh raus, einfache, aber packende Metalsongs zu schreiben.

Riffs und Gitarrenleads sitzen tadellos, genau wie die Refrains, die mit heller, mit Hall unterlegter Stimme vorgetragen werden. Letzteres erinnert einen auch immer wieder an dem verblichenen Quorthon (Bathory) und macht das Ganze in seiner Unfertigkeit noch etwas sympathischer. Überhaupt schwimmt ja das ganze Album gegen den „höher-schneller-lauter“-Trend im Metal mit seinen Hochglanzproduktionen.

Wer so etwas goutiert, der findet „Yeth Hound“ sicherlich zum Kotzen. Denn das hier ist herrlich altmodisch und voller ehrlicher Energie. Kann man sich schon mal reinziehen! Da nach fünf Songs eigentlich schon Schluss wäre, hat man einfach das 2015er Vier-Song-Demo mit auf die Platte gepackt. Klanglich gibt es da keinen Unterschied, so dass man es am Ende rund 40 Minuten lang mit coolem Oldschool-Metal zu tun hat.

Der Tipp ist Tyfon’s Doom definitiv sicher. Kultiges Teil!

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Trackliste:
1. Yeth Hound
2. Still Here
3. Rockers
4. Gate to New Reality
5. Galactic Flash/Last Ray of Light
6. Got to Love the Midnight Train
7. Ravenous Hunter
8. Rapid Revival
9. Stay Down

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Tyfon’s Doom bei Bandcamp

Tyfon's Doom - Yeth Hound (Gates of Hell Records, 27.05.2016)
4.2Gesamtwertung