Schlachtengetümmel, große Gesten und hymnische Melodien, Dudelsackklänge und etwas Theatralik. Jawoll, Triddana klingen als wäre Mel Gibsons „Braveheart“ in Form von Musik zum Leben erwacht. Ihr zweites Album „The Power & The Will“ präsentiert eine schmackhafte Mischung und europäischem, melodischen Power Metal und keltischem (also schottisch/irisch angehauchten) Folk.

Tja, dabei stammt das Quartett gar nicht aus Europa, sondern aus Argentinien. Mit Skiltron gibt es schon eine Band, die eine ähnliche Schiene fährt. Die stilistische Nähe ist aber auch kein Wunder, denn Triddana bestehen zu 50 % aus ehemaligen Skiltron-Recken. Dabei ist das neue Projekt (das hiermit sein zweites Album präsentiert) kein Abklatsch der Ex-Band. Triddana sind etwas melodischer, etwas hoppelnder und hymnischer und überhaupt setzt man stark auf äußerst eingängiges Songwriting.

Und das ist in diesem Fall auch gut so. Denn „The Power & The Will“ geht keine großen Umwege und zielt auf direkten Einschlag. Die (Dudelack-)Leads sitzen und die Refrains laden zum Mitsingen ein. Manchmal ist das aber etwas zuviel, da die meisten Songs recht ähnlicher Machart sind. Dann schwenken Triddana aber auch um und zeigen insbesondere mit den beiden Instrumentalstücken „Awakening“ und „Galopping Shadows“ welch beseelte Musiker in ihnen stecken. Fein!

Zusammenfassend haben wir es hier also mit einer spaßigen Metal-Platte zwischen melodischem Powermetal und sattem Folkrock zu tun, die besonders Fans von Gruppen wie Elvenking oder Eluveitie munden dürfte.

Triddana - The Power & The Will

Trackliste:
1. Shouting Aloud
2. When the Enemy’s Close
3. Death Blow
4. Echo Through the Days
5. Everything Returns
6. The Snake & the Pit
7. The Might in My Blood
8. Galloping Shadows
9. Becoming
10. Everlasting Lie
11. Awakening
12. The Power & the Will

Triddana - The Power & The Will (Power Prog Records, 11.12.2015)
3.8Gesamtwertung