Jaaaa es gibt zur Zeit Retro-Thrashbands wie Sand am Meer und jaaaa – es ist null innovativ. Allerdings klingt auch kaum eine Band so erfrischend und überzeugend wie TRAITOR aus Balingen.

Die neue Platte mit dem stilsicheren Titel „Venomizer“ hält was das Coverbild verspricht. Dort zu sehen, ein genretypisches Brutalo-Sexploitation-Artwork im Stile der 80er Thrash-Platten (Ed Repka-Style halt).

Lupenreiner 80er Deutschthrash im modernen Soundgewand. Die Produktion ist echt megafett, so klingen die Riffs sehr geil und pushen die Songs richtig nach vorn. Vangelis Maranis hat da an den Reglern gute Arbeit geleistet. Der Gesang erinnert an den jungen Mille von KREATOR. Überhaupt kann hier jeder Fan von alten KREATOR, TANKARD, ASSASSIN, DEATHROW usw. blind zuschlagen. Das Balinger Thrashkommando haut hier eine Riffattacke nach der anderen raus und man ist permanent geneigt die Fist zu raisen. Besonders im Track „Lords of Lust“, welcher im midtempo beginnt um dann in den typischen uffta-thrash zu wechseln. Sehr geil.

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Dies ist jetzt die 2. Scheibe der 2009 gegründeten Band und die Jungs sind auf einem guten Weg sich in der Szene zu etablieren. Gute Liveshowas u.a. auf diversen Festivals geben zusätzlich den Schub zum Erfolg. Man merkt hier auch schon eine Entwicklung im Vergleich zum Debutalbum. Das Songwriting ist schon ausgefeilter ohne aber seinen Charkter zu verlieren. Weiter so!

 

1. Chernobyl (Intro)
2. Reactor IV
3. Torturize
4. Toxic Death
5. Lords Of Lust
6. Venomizer
7. Teutonic Storm
8. War, Death & Terror
9. Chemical Violator
10. Hell Hammer (Traitor Part II)
11. Executioner
12. Hexenmeister (Bonus)

TRAITOR - Venomizer (13.11.2015 Violent Creek/Soulfood Music)
4.0Gesamtwertung