Vor etwa 30 Jahren brachte die Thrash-Legende EXODUS das Album „Fabulous desaster“ heraus, mit einem Song namens „Toxic Waltz“. 2009 kamen dann 2 Bayern auf die Idee eine Band zu gründen und eben diesen Namen zu verwenden, weil „Überraschung“ der Stil ihrer Band Old-School-Thrash sein soll. 2014 hat TOXIC WALTZ in Eigenregie bereits ein Album veröffentlicht und konnte mit Größen wie DEBAUCHERY und SIX FEET UNDER die Bühnen teilen. Nach durchweg guten Kritiken gab es weitere Konzerte u.a. mit NUCLEAR ASSAULT und SUICIDAL TENDENCIES.

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Nun liegt der 2. Longplayer von TOXIC WALTZ vor. Stilistisch geht es natürlich immer noch in die Oldschool-Ecke, allerdings sehr gut produziert mit mehr Druck im Popo. Es geht gleich flott mit „Defy“ los und zeigt jedem welchen Stil man hier vertritt. Die spitzen Schreie gehen mir hier allerdings etwas auf den Zeiger. Sonst ein recht guter Thrasher. „Blindness“ gefällt mir da schon besser, weil hier auch die Gitarren mal zeigen, das sie auch melodisch können. Das Gleiche gilt für „off the dead“. „Secret war“ ist wieder Durchschnitts-Thrash bis dann „The gold you want“ mit Akustikgitarren anfängt. Sehr Melodischer Start, guter Aufbau, dann allerdings stumpfe Thrashkeule. Hatte mich schon auf Abwechslung gefreut, auch wenn die Gitarren im Mittelpart wieder etwas Melodie verbreiten. Bis „Eternal aftermath“ geht es so weiter. Hier allerdings wirds dann wieder melodischer. Gefällt mir gut, auch mal ein längerer Aufbau ohne gleich zu knüppeln. Zweistimmige Leads – sehr schön.  Bleibt dann auch instrumental mein Lieblingssong vom Album. Mit „Mass atrocity“ gibts dann wieder den Thrash-Rausschmeisser wie gehabt.

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Unterm Strich ein solides Thrash-Album, welches aber Luft nach oben hat. Die Labelmates TRAITOR gefallen mir da etwas besser. TOXIC WALTZ sollten etwas mehr abwechslung durch coole Gitarren-Melodieparts einstreuen. Dass sie das können, blitzt ja immer wieder auf. Das räudige Geknüppel sollen sie TRAITOR überlassen.

Trotzdem sollte jeder Fan von EXODUS, TESTAMENT und Co. hier mal reinhören.

 

Toxic Waltz - From a distant view ( Violent Creek/Soulfood 18.3.2016)
3.5Gesamtwertung
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