Beim ersten anhören von Toundras neuem Album „Das Cabinet des Dr. Caligari“ war ich etwas verwundert. Eigentlich sind die Spanier für ihre oft sehr opulenten und auch harten post-rockenden Soundwelten bekannt. Von diesen Welten gibt es auf „Das Cabinet des Dr. Caligari“ sehr wenig zu entdecken.

Das neue Album ist eher angelegt wie ein Soundtrack und genau das soll es eben auch sein, aber für einen Film, der inzwischen 100 Jahre auf dem Buckel hat. Robert Wienes gleichnamiger Stummfilm wurde 1920 veröffentlicht und Toundra verpassen ihm nun einen moderen Soundtrack.

Die sechs Akte verlaufen sehr ruhig. Wer die bisherigen Toundra-Alben kennt und mag, wird vielleicht ähnliche Probleme mit „Das Cabinet des Dr. Caligari“ haben wie ich.

Alles ist sehr gut gespielt und wird einem sehr warmen Klang über die Lautsprecher verteilt, aber es passiert sehr wenig. Die Songs oder Akte plätschern etwas vor sich dahin, ohne wirkliche Höhepunkt. Vielleicht muss man auch den Film dazu sehen, damit die Musik hier wirklich Sinn ergibt.

So warte ich lieber auf das nächste Album der Band aus Madrid!

 

1. Titelsequenz
2. Akt I
3. Akt II
4. Akt III
5. Akt IV
6. Akt V
7. Akt VI

http://toundra.es/

Toundra - Das Cabinet des Dr. Caligari (InsideOut, 28.02.2020)
3.2Gesamtwertung