Es lebe die rotzige Gitarre und der dreckige Sound, der nur aus schlecht isolierten Garagen stammen kann…der Sound, den unzählige amerikanische Bands Ende der 80iger für sich entdeckten und der bis in die heutige Zeit als Garage-Rock geliebt und gelebt wird!

Das haben sich die Jungs von Total Babes vor fünf Jahren auch gedacht und sich von Cleveland aus auf den Weg gemacht, dem Genre neuen Wind einzuhauchen. Und was dabei herausgekommen ist konnte man bereits auf dem 2011er Debüt „Swimming Through Sunlight„ hören, der neue Longplayer „Heydays“ bekräftigt eindeutig ihre Ambitionen, sich dauerhaft in der Szene festsetzen zu wollen bzw. diese musikalisch neu zu beleben!

Die Szene, in welcher sich Sänger Christopher und der Cloud Nothings-Drummer Jayson sowieso schon auskannten…ist Ohio doch bandmäßig seit Langem bekannt für seine Vorlieben für Indie und Punkrock.

Gemeinsam mit John Elliott an den Tasten und Nathan Ward wurde nun des acht Songs „kurze“ Album aufgenommen, welches scheppernder und rotziger nicht hätte ausfallen können. Auch wenn die Songs insgesamt die Länge von 30 Minuten nicht übersteigen, auch hier zählt mal wieder die Devise „in der Kürze…!“

„Heydays“ klingt stellenweise nach Wave aus der The Cure-Ära, was an Johns Fingerfertigkeit liegen mag, auf der anderen Seite dominiert dann eindeutig der Punk-Rock ala Millencolin oder Sebadoh, welcher die 90iger bzw. die Anfänge dieses Jahrtausends dominerten.

Die Songs der Total Babes versprühen Lust…Lust darauf, mal wieder den eingestaubten Verstärker aus der Ecke zu holen, die Gitarrensaiten notdürftig durchzustimmen und dann einfach mal loszulegen…

…irgendwas wird dabei schon rauskommen, hat ja früher auch immer geklappt!

 

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Tracklist:
1. Blurred Time
2. Heydays
3. Bone Dry Eyes
4. Circling
5. We’ll Come Around
6. Sunny Side
7. Repeat Gold
8. Can I Turn You On

http://totalbabesoh.tumblr.com/

Total Babes – Heydays (Wichita/PIAS, 15.05.2015)
3.9Gesamtwertung