Ha, selten passte wohl der Name eines Plattenlabels zu gut zu einer vorliegender Veröffentlichung: Heavy Psych Sounds. Denn nichts anderes gibt es auf dem Debüt von Throneless zu hören. Throneless, ist ein Trio aus Malmö, Schweden, das sich mit Leib und Seele dem sludgigem Doom verschrieben hat. Schwer und ausladend ist das Ganze…

… und es schleppt sich in vier überlangen Songs rund 35 Minuten durch die Gehörgänge. Die Riffs dronen repetativ von einem Ohr ins andere, der Gesang – der eher Beiwerk zu sein scheint – gibt sich nicht selten recht schamanenhaft und die Drums… ja, die Drums treiben die Chose richtig lebendig mit einem schweren Groove nach vorne.

Nicht nur einmal sorgt Drummer Johan dafür, dass die Musik von Throneless nicht im Morast versumpft. Denn das Trio liebt die Wiederholung. „Cavedrone“ heißt eine Nummer. Nomen est omen, sag ich da nur. Teilweise vermisst man ein wenig Abwechslung im Spannungsaufbau. Am besten gelingt es der Band in der zweiten Hälfte des namenlosen Debüts.

„Thinning the herd“ entwickelt einen grandiosen Sog – aber erst so richtig am Ende der acht Minuten. Etwas andere Töne schlägt zuerst „Reaching for the dead“ an. Zupfende, ruhige Gitarrenakkorde zeugen davon, dass doch richtige Musikalität in der Band schlummert, bevor man noch einem die Brumm-Doom-Keule heraus holt. Leider verstört man im weiteren Verlauf etwas mit einem unnötig wirkenden Blast-Part.

Trotzdem ein interessanter Track, der zeigt, dass man die Band in der Zukunft ruhig mal beobachten kann. Fürs erste ist das nur etwas für absolute Genrefanatiker, die sonst Bands wie Ufomammut bereits zum Frühstück verspeisen.

Throneless - Throneless

1. Masters of Nothing
2. Cavedrones
3. Thinning the Herd
4. Reaching for the Dead

Throneless - Throneless (Heavy Psych Sounds Records, 23.10.2015)
3.3Gesamtwertung