Hm, kennt ihr das? Da kommt ein neues Album einer Band auf den Markt, dessen Vorgänger ihr ordentlich abgefeiert habt, aber so richtig will das Ding nicht zünden!

So geht es mir mit „A Deeper Cut“ der britischen Retro-Rocker The Temperance Movement. Es schien so, dass sich die Band auf dem Vorgänger „White Bear“ so schön von den Black-Crowes-Einflüssen freigeschwommen hat, und nun setzt die Band fast alles wieder auf Null und ist damit fast wieder beim Sound ihrer ersten beiden Alben angekommen. Aus meinem persönlichen Umfeld kam sogar die Frage, ob ich da ein neues Album von Aerosmith im CD Player hätte?! Das nenne ich mal Profilverlust.

Bitte nicht falsch verstehen! Was The Temperance Movement hier in zwölf Songs abliefern ist schon gute handgemachte Rockmusik, aber es fehlt das gewisse Etwas, der zündende Moment, welcher „White Bear“ so groß gemacht hat.

Mit dem bereits bekannten „Caught In The Middle“ legt die Band dabei aber noch famos los. Der Song groovt, dampft und poltert, so hätte ich mir das für das komplette Album gewünscht. „Built-In Forgetter“ klingt da schon eine ganze Kante gewöhnlicher und glatter.

„Love And Devotion“ ist dann wieder besser gelungen, dummerweise ist der dann folgende Titelsong aber ein echt grütziger Langweiler mit Heulgesang. Von dieser Machart folgen mit „The Wonders We’ve Seen“ und „Children“ zwei weitere Kandidaten für die Skiptaste.

Dazwischen gibt es ganz viel folk- und countrygeprägten Rock, aber so richtig aus dem Quark kommen The Temperance Movement leider nicht mehr!

Caught In The Middle
Built-In Foregetter
Love And Devotion
A Deeper Cut
Backwater Zoo
Another Spiral
Beast Nation
The Way It Was And The Way It Is Now
Higher Than The Sun
Children
There´s Still Time
The Wonders We´ve Seen

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The Temperance Movement - A Deeper Cut (Earache, 16.02.2018)
3.0Gesamtwertung