Huch, war im Vorfeld der Albumveröffentlichung nicht zu vernehmen, dass The Sword sich wieder mehr an ihren Anfangstagen orientieren wollten. Vielleicht habe ich da auch irgendwie etwas falsch verstanden.

Ja, „Used Future“ spielt wieder ein wenig mit den dunklen Doom-Tönen, welche die Band auf ihren ersten beiden Alben so grandios ins Publikum gefeuert hat. Aber The Sword haben sich nun auch weiterentwickelt.

Das neue Album „Used Future“ ist ein Schmelztiegel verschiedener Rockstile, welche hier gekonnt in dreizehn Songs gepresst worden sind. „Deadly Nightshade“ kommt mit staubtrockener Atmosphäre daher und erinnert ein wenig an Stoner Rock, insbesondere die Ozzy Osbourne Intonation des Sänger kommt hier ziemlich geil.

„Don´t Get To Comfortable“ kann ruhig so verstanden werden, wie es der Titel verlangt. Jimi Hendrix und sein Fuzzpedal lassen grüßen. Der Song ist ziemlich „laid-back“. Das ist die perfekte Musik um mit einem Bier in der Hand am Strand zu liegen.

Wer es weniger entspannt mag der kann sich „The Wild Sky“ durch die Ohren jagen. Klassischer Hard Rock, welcher das Ohrenschmalz wegbügelt. Der Song kommt dazu noch ohne Gesang aus.

„Used Future“ ist ein recht unaufgeregtes Album, die Band scheint ihre innere Ruhe gefunden zu haben. Dies hat sich auf die Musik ausgewirkt. Manchmal wirkt es, als ob The Sword ein wenig mit angezogener Handbremse spielen, ich denke aber, dies ist eine Täuschung. Das entspannte Flair von „Used Future“ soll wohl genauso rüberkommen. Nix Handbremse, einfach entspannt und gut!

Reinhören!

1. Prelude
2. Deadly Nightshade
3. Twilight Sunrise
4. The Wild Sky
5. Intermezzo
6. Sea of Green
7. Nocturne
8. Don’t Get Too Comfortable
9. Used Future
10. Come and Gone
11. Book of Thoth
12. Brown Mountain
13. Reprise

https://www.facebook.com/theswordofdoom/

The Sword - Used Future (Spinefarm/Universal 23.03.2018)
4.3Gesamtwertung