Als die Kanadier von The Stanfields sich vor zehn Jahren gemeinsam auf den Weg machten, da hatten sie wahrscheinlich auch noch nicht damit gerechnet, dass sie nun nach ihrem 2015er Album „Modem Operandi“ am Freitag bereits ihr fünftes Studioalbum veröffentlichen würden.

Lange Rede, meistens bei mir wenig Sinn – hier liegt es nun, das gute Stück… und neben einem beindruckenden Cover-Artwork hat „Limboland“ noch mindestens elf weitere Gründe sich näher mit ihm zu beschäftigen.

Denn die Herren um Sänger Jon Landry haben wieder einmal alles in die Waagschale gelegt um ihren Fans – und denen die es vielleicht noch werden wollen – zu zeigen das auch, oder besonders, in schwierigen Zeiten mit ihnen zu rechnen ist.

Füreinander einzustehen ist ihnen genauso wichtig, wie sich selbst auch mal zurück zu nehmen und alles erstmal genau zu beobachten, bevor man den Überblick verliert… hört doch einfach mal in „Afraid oft he World“ rein – da kickt nicht nur die herrlich krächzige Stimme, gell?!

Besonders spannend war auch zu sehen wie alle mit dem Wechsel an den Instrumenten umgehen würden, denn seit 2015 sind ja schließlich mit Calen Kinney an der Violine und Dillan Tate am Bass zwei neue Musiker mit im Boot, die aber schon auf den ersten Blick neuen Wind und nochmal einen guten Schwung Energie mehr in den Sound der Kanadier gebracht haben.

Überhaupt kommt dieses Mal vor allen Dingen die gute Mischung aus Alternative-Rock und traditionellen Folk-Einflüssen zu tragen, die gut und gerne den irisch-schottischen Wurzeln der Band geschuldet sein könnten – besonders gut gefallen haben mir hier „Lantern In The Window“, das sehr traditionell klingende „There`s a Light“  oder der oben genannte Opener.

Auch das Duett von Jon mit Maggie MacDonald („Total Black“), die gerade erst gemeinsam mit ihrer Schwester den Canadian Folk Music Award gewonnen hat, kann sich hören lassen!

Insgesamt kommt mir „Limboland“ rauer und derber als die letzten Veröffentlichungen von The Stanfields vor – „Let it Run“ oder „How Long Is The Road” hier mal als Beispiel genannt.

Alles in allem nehmen einen die Songs mit, halten einen fest… und man begleitet die fünf Herren gerne ein weiteres Stück auf ihrem Weg!

 

Titel:
1. Afraid Of The World
2. Desperation
3. Lantern In The Window
4. Your Flag(Won’t Save You Anymore)
5. Carolina Reaper
6. Light
7. Let It Run
8. Total Black
9. There’s A Light
10. How Long Is The Road
11. Blow Winds Blow

Foto: K.T. Lamond

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The Stanfields – Limboland (Rookie Records, 23.03.2018)
4.2Gesamtwertung