Das kommt davon, wenn man zu laut „HIER“ schreit sobald ein Redaktions-Kollege fragt, ob man eine Punk-Scheibe für eine Rezension übernehmen kann.

Am Ende hat man dann halt den Salat!

Okay… zugegebenermaßen klang das, was man im Netz über das texanische Duo The Ghost Wolves lesen konnte erst einmal recht vielversprechend und somit freute ich mich auf ein ordentliches Punkrock-Brett von jenseits des großen Teichs – aber was dann kam…

Also um hier endlich mit der allgemeinen Verwirrung aufzuräumen, sollte ich einfach mal über meine Erfahrung mit „Texas Platinum“, dem neuen – am 21. April erscheinenden – Album von Carley Wolf, die sich an der Gitarre wohl fühlt und sich gleichzeitig den Gesang mit dem Schlagzeuger und Synthie-Menschen Johnny Wolf teilt, berichten.

Nachdem mich die beiden während des Intros ungefähr eine halbe Minute lang in einem Sprachgemisch aus englisch, japanisch, russisch – zumindest klang das Ganze so, nicht das ich eine der beiden zweit- und drittgenannten Sprachen auch nur im Ansatz verstehen würde – angebrüllt haben, hatte ich eigentlich schon den Kaffee auf… also als Opener hätte ich mir echt etwas unstressigeres gewünscht!

Sollte man aber meinen, dass der Rest des Albums weniger anstrengend ist, dann hat man sich hier leider ein wenig getäuscht… alleine Carleys aufdringlich fiepsige Stimme macht mich auf Dauer fertig und verleidet mir den Hörspaß.

Druck aufbauen können die beiden auf jeden Fall… das möchte ich ihnen gar nicht absprechen, aber ob es nun das „Attitude Problem“ oder „Bunny Run“ ist, mir sind die Nummern alle zu aufgedreht und quietschig!

Auf Dauer stört dann auch irgendwann der stellenweise ziemlich übersteuerte Bass –irgendwie lasse ich ja gerade kein gutes Haar an der Scheibe! Ach Mensch, dass tut mir ja leid… oder so!

Ach komm, für „Crybabies Go Home” kann ich mich dann doch noch ein wenig begeistern. Vielleicht liegt das daran, dass die Nummer so herrlich abgedreht und verrückt rüber kommt?!

Produziert wurde das Album von Mike McCarthy, der auch schon mit Bands wie Spoon oder And You Will Know Us By The Trail Of Dead zusammen gearbeitet hat, gemastered wurde „Texas Platinum“ dann schlussendlich von Howie Weinberg – bekannt durch die Zusammenarbeit mit Nirvana, U2, White Stripes, The Clash oder auch den Beastie Boys.

Mich erreicht das Album von The Ghost Wolves leider überhaupt nicht… schade, aber was soll ich groß um den heißen Brei herum reden!

Bildet euch am besten selbst ein Urteil… oder schaut euch das Ganze erstmal live an!

Ach ein Sache kann ich dann doch noch positiv hervorheben: Der „Bandhund“ gefällt mir ausgesprochen gut! 😉

 

Titel:
1. Intro
2. Attitude Problem
3. Strychnine In My Lemonade
4. Noisy Neighbors (Yuppie Scum)
5. Crybabies Go Home
6. Whettin´ My Knife
7. Bunny Run
8. Hill Country Howl
9. All The Good’s Gone
10. Triple Full Moon
11. Journey On
12. Vroom Vroom
13. I Got Money
14. Trippin´
15. Shouldn’t Have Lied
16. Valley Of The Wolves
17. DYGKD

 

Ab April geht es für die Band auf Tour… in folgenden Städten kann man das Duo dann auch live erleben:

28.04.17 Bonn, KULT41
29.04.17 Hamburg, Molotow
01.05.17 Lübeck, Treibsand
04.05.17 Aachen, The Wild Rover
05.05.17 Essen, Freakshow
18.05.17 Stuttgart, KISTE
20.05.17 Köln, Sonic Ballroom

BANDCAMP

The Ghost Wolves - Texas Platinum (Hound Gawd Records/Broken Silence, 21.04.2017)
2.3Gesamtwertung