40 Jahre Bandgeschichte, 17 Studioalben, über 2 Stunden Show, 30 Songs, 3 Zugaben

Hier seien nur einige Zahlen zum Rahmen des Konzertes genannt, welche nur ansatzweise erahnen lassen, welch tolle Show es (mit Abstrichen) war… aber alles zu seiner Zeit!

The CureEröffnet wurde der Abend von The Twilight Sad aus Schottland. Solide Show und nett anzuhören. Für mich irgendwo zwischen Editors und The Cure einzuordnen, mit einer Prise dredg. Von denen werde ich mir bei Gelegenheit nochmal mehr zu Gemüte führen.

Aber es geht ja in erster Linie um die zauberhaften, die phantastischen, die wunderbaren THE CURE!

Leider teilten anscheinend einige Leute diese Einstellung nicht. Beim Publikum konnte man die zwei krassen Gegensätze des deutschen „Fantums“ beobachten. Entweder total Ekstase und Party oder Desinteressierte, die schliefen (!), lieber auf einer Porno-Dating-Site ihr Profil checken (!!) oder generell lieber laberten anstatt die Show zu genießen (!!!)… warum geben die überhaupt Geld für ein Konzert aus??? Furchtbar!

The CureAber hier geht es um die Band und ihre Show. Wie bereits erwähnt mit Abstrichen eine tolle Show. Der Sound in der Lanxess ist leider semi-gut, was einer Band wie The Cure nicht gut tut. Die Videos auf der riesigen Leinwand waren zum Teil echt gut, zum Teil wirkten sie auch ein wenig uninspiriert. Die Setlist war gut ausgewählt und besonders den Die-Hard-Fans ist das Herz aufgegangen.

Eröffnet wurde der Abend mit „Open“ von dem 92er Album „Wish“. Im Anschluss folgte ein etwa anderthalbstündiger Ritt durch vierzig Jahre Bandhistorie, gespickt mit Hits wie „In Between Days,“ „Pictures Of You,“ „Just Like Heaven“ und „One Hundred Years“ ehe mit „End“ das reguläre Set beendet wurde und nach einer kurzen Pause ganze drei Zugaben gespielt wurden.

Setlist:
Open
alt.end
The Walk
PushThe Cure
In Between Days
Pictures of You
Before Three
High
A Night Like This
The End of the World
Lovesong
Just Like Heaven
Trust
From the Edge of the Deep Green Sea
One Hundred Years
End

Den Startschuss zu diesem Triumphzug lieferte „Step into the Light“. Beschlossen wurde der erste Zugabenblock mit einer traditionell ausufernden Version von „A Forest“, bei dem zum Ende, passend zum Bass, die ganze Halle The Curemitklatschte.

Zugabe 1:
Step Into the Light
Want
Burn
A Forest

Den zweiten Block eröffnete „Fascinating Street“, gefolgt von „Never Enough,“ „The Hungry Ghost“ und „Wrong Number“, bei dem sich Rob Smith einen kleinen Seitenhieb in Richtung Donald Trump nicht verkneifen konnte. Sehr zur Begeisterung des anwesenden Publikums.

Zugabe 2:The Cure
Fascination Street
Never Enough
The Hungry Ghost
Wrong Number

Zum krönenden Abschluss mobilisierten alle Anwesenden, Band wie auch Publikum, nochmal ihre Kräfte um diesen Abend glorreich zu beschließen. Den Startschuss zum letzten Zugabenblock gab „Lullaby“ um im Anschluss mit „Friday, I’m In Love“ nochmal auf das Gaspedal zu treten und ca. 20.000 Menschen wie Teenies aus voller Kehle mitsangen… bei „Doing The Unstuck“ fehlten nur noch die kreischenden Teeniemädels. Dann bei „Boys Don’t Cry“ dasselbe Bild und ich bin mir sicher, dass einige Jungs geweint haben… vor Freude!

Bei „Close to Me“ gab es eine allumfassende Gänsehaut ehe der Abend mit „Why I Can’t Be You“ und mit einem mittlerweile von Stimmproblemen geplagter Robert Smith, beschlossen wurde. Seinen Gesten nach tat es ihm wohl sehr Leid… anscheinend hätte er noch das eine oder andere Ständchen zum Besten geben wollen.

Zugabe 3:
Lullaby
Friday I’m in Love
Doing the Unstuck
Boys Don’t Cry
Close to Me
Why Can’t I Be You?

Aber so oder so war es ein fantastischer Abend!

Das Publikum brauchte zwar etwas um auf Touren zu kommen, bis dann schließlich zum Ende hin fast die komplette Halle stand und feierte. Zum Abschluss verließ ein jeder mit einem Grinsen die Lanxess-Arena in dem Bewusstsein, einen großartigen Abend gehabt zu haben.

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