The Blue Stones – Hidden Gems (eOne/SPV, 19.03.2021)

Vor zwei Jahren ließ das Duo The Blue Stones mit seinem Debütalbum „Black Holes“ kurzzeitig aufhorchen. Bluesdurchfluteter, alternativer Rock, etwas im Fahrwasser von The Black Keys oder Royal Blood war zu hören. Allerdings geschmeidiger gespielt und mit offenen Ohren im Rhythmusbereich. Man scheute sich nämlich kaum auch mal funky oder gar HipHop-beeinflusste Beats einzustreuen.

Das setzt man mit „Hidden Gems“ ungeniert und mit Erfolg fort. Mit Unterstützung von Paul Meany (Mutemath, Twenty One Pilots, LANY) allerdings moderner aufgetischt. Die Tanzbarkeit und Club-Tauglichkeit der Mucke wird auf Album Nr. 2 nämlich stärker hervorgehoben, was kein Fehler ist. Denn an sich spielen die Blue Stones nichts Neues, arbeiten es aber auf ihre Art und Weise angenehm auf.

Das Bekenntnis zum Pop schlägt bei einer Nummer wie „Shakin‘ Off The Rust“ voll durch. Das Ergebnis ist aber verdammt stark. Anders als bei „Careless“, welches etwas zu sehr auf zeitgemäße Radiosounds getrimmt daherkommt und einfach nur langweilig klingt. Dann doch lieber gleich das oldschool funky „LA Afterlife“ oder das etwas mutigere „Grim“, welches mit schlurfendem Rhythmus lässige Rocklicks mit einem Sprechgesangspart vereint und zum Ende noch einmal richtig die Sau rauslässt. Das hat gesessen!

Ans erste Album gemahnt vor allem das von schnarrender Gitarre durchzogene „Spirit“ das im Kontrast zum zaghaften „One By One“ steht. Irgendwo in der Mitte davon bewegt sich das groovige und doch melodische „Let It Ride“, während das perlende „Make It Easy“ für eine kleine Verschnaufpause sorgt.

Ein in allen Nuancen glänzendes Juwel ist „Hidden Gems“ am Ende noch nicht ganz, aber allemal eine relativ kurzweilige Angelegenheit.

 

Trackliste:
1. Lights On
2. Shakin’ Off The Rust
3. One By One
4. Careless
5. Grim
6. Let It Ride
7. LA Afterlife
8. Spirit
9. Make This Easy
10. Oceans

 

 

Photo-Credit: Sameer Jafar

 

3.8