DIY aus Norddeutschland, der internationaler klingt als so ziemlich jeder Stadionrock, der mir bisher vor die Linse gekommen ist?! Das gibt es!

Nils Neumann alias The 6th Son of Anderson Lee hat mal eben ein Album in den Yeah Yeah Yeah Studios eingespielt. Alleine. Verrückt. Und dabei hat er es klassisch angehen lassen, was man so ziemlich jedem Ton auf „Bangkok“ anhört. Es geht von der 60er Garage einer amerikanischen Kleinstadt über die großen Indiebands der Welt, um am Ende mit Weezer und den Dandy Warhols einen Kaffee zu trinken. Also über dieses Album und so großartige Songs wie „Never Get What I Need“ kann man sagen was man will, aber langweilig oder in Schubladen versteckt ist hier nichts.

Wenn du z.B. Songs wie „I Feel Safe“ nimmst und aus dem Kopfwippen und Fußwackeln gar nicht mehr rauskommst und bei „Amble through the Old Towns“ den ersten guten norddeutschen Roadmovie quasi vor Augen hast und den Straßenstaub zwischen den Zähnen knirschen hören kannst, kommt bei einem „Keep it Dark“ ziemlich schnell der Gedanke an Stadionrock der guten Zeit und wird am Ende doch durcheinander geworfen. Immer wenn du denkst du kannst dich stiltechnisch festlegen bei einem Song, wird dein Gedanke wieder durcheinander geworfen. Im positiven. Ich wurde lange Zeit nicht so überrascht von einer Platte. Dickes Ding!

Wenn also Tito & Tarantula mit Weezer Tequila saufen und Bruce Springsteen auf ne Zigarre rumkommen würde, wäre das vermutlich eine Mischung, wie wir sie auf „Bangkok“ hören. Für mich die erste positive Überraschung 2017! Geil!

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  1. Keep your head up
  2. I won’t come back
  3. Don’t make me run
  4. Whom the gods love die young
  5. Crystal salt tequila shots
  6. Never get what i need
  7. I feel safe
  8. Amble through the old town
  9. How walk through fire
  10. Keep it dark
  11. Go to hell

 

http://the6thsonofandersonlee.com/

The 6th Son of Anderson Lee - Bangkok (DIY, 06.01.2017)
4.3Gesamtwertung