Leadgitarrist und Produzent Dean Wells gründete TERAMAZE als Teenager. Die Band veröffentlichte zwar bereits zwei Alben in ihren frühen Jahren, doch Wells zufolge verkörperte erst das 2012-er Album ‚Anhedonia‘ die moderne Version von Teramaze. Dieses dritte Album der Band wurde von der Kritik hochgelobt, genau wie der Nachfolger ‚Esoteric Symbolism, der 2014 veröffentlicht wurde. Mit der Unterschrift bei Music Theories Recordings, die zur Mascot Label Group gehören, folgt nun Album Nummer fünf, auf dem die Band zusammen mit ihrem neuen Sänger Nathan Peachy, ihr Potential voll ausschöpft.

Ich muss zugeben, das mir die Australier  TERAMAZE bisher eher weniger geläufig waren. Es ist aber auch schwer, sich bei dieser Unmenge an Progbands durchzusetzen. Da ist auch schon mein einziger Kritikpunkt an TERAMAZE: Eigenständigkeit. Leider gibt es schon Bands wie DREAM THEATER, SYMPHONY X, SHADOW GALLERY usw… Genau in dieser Schublade liegen auch TERAMAZE.

Handwerklich ist alles super, der Sound ist gut und die Songs sind interessant gestaltet. Gerad im Opener „an ordinary dream“ wird alles geboten, was das Prog-Herz begehrt. Eine 12:49 Min. Achterbahn mit viel Melodie. Der Folgetrack „to love a tyrant“ besticht mit geilem, fetten Riffing – gefällt mir am besten, auch wenn hier die DREAM-THEATER-Schlagseite sehr offensichtlich ist. Weiter gehts sehr balladesk mit dem Titeltrack “ her halo“. Schöner Refrain im midtempo, und nettes riffing. Danach gehts weiter mit klasse Progmetal ohne Ausfälle. Ich muss hier nochmal die Gitarrenarbeit hervorheben, perfekt gespielt und tolle Melodiebögen geschrieben, die den Song toll zusammenhalten.  Im Instrumentaltrack „trapeze“ zeigen die Saitenfraktionen was sie können, auch der Basser ist da gut am fideln. „Broken“ ist dann doch etwas sehr kitschig ausgefallen. Eine Mädchen-Radio-Ballade halt, mit etwas Power im Mittelteil.  Zum Schluss nochmal nen Proghammer mit über 9 Minuten Spielzeit – „delusions of grandeur“.

Nach ca. 60 Minuten ist das Prog-Feuerwerk vorbei. Finde ich aber auch völlig ausreichend, längere Alben finde ich dann eher ermüdend.

Teramaze_Her Halo_Albumcover

Fazit:

Ein sehr gutes Progmetal-Album von TERAMAZE. Perfekt gespielt, gut produziert, tolle Melodien. Etwas mehr Ecken und Kanten, sowie Eigenständigkeit würden mir gefallen. Es muss doch nicht immer wie eine DREAM-THEATER-Kopie klingen um gut zu sein (siehe SUBSIGNAL, FATES WARNING usw…)

 

Tracklist:

  1. An Ordinary Dream (Enla Momento)
  2. To Love, A Tyrant
  3. Her Halo
  4. Out Of Subconscious
  5. For The Innocent
  6. Trapeze
  7. Broken
  8. Delusions Of Grandeur

 

TERAMAZE - Her halo (Mascot Label Group , 30.10.2015)
4.0Gesamtwertung