Freunde des Doom-Metals, obacht! Ihr mögt es groß und episch, melancholisch und düster sowieso? Dann kommen die Griechen The Temple gerade recht. Die rund vor einem Jahrzehnt gegründete Band, die erst im letzten Jahr ihre Debüt-EP „As Once Was“ aus eigener Kraft in die Welt schickte, veröffentlicht Mitte März ihr erstes richtiges Album.

„Forevermourn“ bietet großen Doom in Reinkultur. Schwerer, schleppender Sound, emotionale Gitarren- und Gesangsmelodien, teils sakrale, aber stets melancholische Stimmung und viel Atmosphäre. Das bieten die sieben oft überlangen Songs. Freunde von Bands wie Solitude Aeturnus, Warning und vor allem Solstice dürften ihre wahre Freude an Titeln wie „Qualms In Regret“, „Mirror of Souls“ oder „Beyond The Stars“ haben.

Hier hat jemand das „Book of Doom“ ganz genau studiert. Trotzdem klingen The Temple nicht wie aus dem Setzkasten, sondern authentisch und auf ihre Art mitreißend. Gerade die teils gedoppelten Gitarrenleads und -soli sorgen für Gänsehaut. Der Gesang ist auch ziemlich passend, auch wenn er noch etwas mehr Epik und Theatralik verbreiten könnte. Aber genauso dieses Bodenständige dürfte so einigen sicher gefallen. Das heißt weniger Show, mehr echter Tiefgang – und das eingehüllt in eine angenehme, warme Produktion.

Somit haben wir es mit einer durchaus angenehmen Überraschung zu tun. Hier sind echte Doom-Fans am Werk, die Musik für ihresgleichen machen. Mehr soll es wohl auch nicht sein. Aber gerade die Liebe für das Genre ist das was die Musik der Band auszeichnet.

The Temple - Forevermourn

Trackliste:
1. The Blessing
2. Qualms in Regret
3. Remnants
4. Death the Only Mourner
5. Mirror of Souls
6. Beyond the Stars
7. Until Grief Reaps Us Apart

The Temple - Forevermourn (I Hate Records, 18.03.2016)
4.0Gesamtwertung