Eine Band, die den Anschein einer Schülerband erweckt, aber vom Sound eine kleine Neuerfindung und frischer Wind auf die trägen Mühlen des Rock zu sein scheinen. SWMRS mischen auf „Drive North“ verschiedene Einflüsse von tanzbarem Indie, über den wohl größten Einfluss Punk, bis hin zu Grunge. Und am Ende kommt eine Mischung dabei raus, die Spaß macht und mit „Drive North“ in Albumlänge funktioniert.

Das an einigen Stellen eine Portion Bubblegum und wie in der Hymne auf Miley Cyrus „Miley“ eine ordentliche Portion Quatsch mit dabei ist, stört nicht, sondern macht diese Band einfach nur ehrlicher. Warum sollte man in dem Alter auch statt einer Coming of Age Platte, zu der auch eine Portion jugendlicher Blödsinn gehört, ein bierernstes Album machen, was dann am Ende künstlich wirkt. Man lässt lieber einfach mal alle Einflüsse auf sich wirken und haut mit „Palm Trees“ eine eingängige Punkhymne raus, um dann gleich mit „Hannah“ einen lässigen Scheiß a la „Beck“ unter das Partyvolk zu bringen.

Und weil die Mischung nicht wild genug sein kann, kommen mit Songs wie „Uncool“ nochmal eben Songs wie aus der Garagerocksoundschmiede auf uns zu. Großes Kino!

Auf der gerade abgeschlossenen Tour mit All Time Low konnten die Herrschaften schonmal europäische Luft schnuppern und für zwei Termine mit Blink 182 und Green Day wird es dann nochmal europäisch und die Bühnen entsprechend riesig.  Verwundert die Kombination nun mal so gar nicht, da Drummer Joey Armstrong doch der Sohn von Green Day’s Billy Armstrong ist. Da wurde der Punkdrumstick wohl mit in die Wiege gelegt.

 

 

  1. Harry Dean
  2. BrB
  3. Miss Yer Kiss
  4. Turn Up
  5. Figuring It Out
  6. Ruining my Pretending
  7. Uncool
  8. Miley
  9. D’You Have A Car
  10. Hannah
  11. Silver Bullet
  12. Drive North
  13. Palm Trees
  14. Lose It
SWMRS - Drive North (Fueled By Ramen, 14.04.2017)
4.0Gesamtwertung