Suetterlin sind Sebastian Wahle und Daniel Senzek. Bisher kannte ich Daniel von „Thouhgs Paint The Sky“ (mögen sie in Frieden ruhen! Ihr seid noch immer in sämtlichen Playlist bei mir vertreten!) und war euphorietechnisch schon ein wenig gespannt und aufgeladen, als ich dann die ersten Töne von Suetterlin hören durfte.

Kommen wir bei der 4 Track EP mal zu der Frage welches Genre wir hier jetzt überhaupt haben. Oder überspringen wir das einfach gleich? Eine wirkliche Schublade können und wollen wir da gar nicht finden. Die Songs bewegen sich zwischen Indie, Pop, Punk & KeineAhnung. Aber geil. Du hast einfach in einem Moment den tanzbaren Indie mit deutschen Texten und im nächsten Moment wirst du schon ein wenig angebrüllt. Aber nur kurz. Und irgendwie auch nett. Ohne die dicke, über uns schwebende Faust.

In „Was nicht bleibt“ wird es dann schon fast hymnisch, um dann mit „Diese Stadt“ wieder Richtung Punk zu wandern.

Die Herren (die Jungszeit ist vorbei!) texten sich hier zielsicher durch Genregrenzen, Schubladen und lassen dich dann am Ende mit offenem Mund stehen. Suetterlin sind eine dieser Bands, bei der du nach dem ersten Hören mit krauser Stirn zurückgelassen wirst und sagst „Schon geil. Muss ich nochmal hören. Mach nochmal an.“ Eine Band mit der man sich beschäftigt. Gut so!

Durchdachte Herzmenschtexte mit Hirn und Arsch (oder wahlweise Herz) und dazu die Möglichkeit zu Tanzen. Muss man aber nicht. Was man aber muss, ist Reinhören und Kaufen! Los!

SUETTERLIN_EP_Cover_big

 

  1. Das Weite suchen
  2. Streitkultur
  3. Was nicht bleibt
  4. Diese Stadt

 

www.suetterlinmusik.de

 

Suetterlin - Suetterlin (Midsummer Records, 05.02.2016)
4.0Gesamtwertung