Stillborn, bei diesem Namen musste ich mich zunächst mal am Kopf kratzen. Irgendwo her kam mir dieser Namen bekannt vor. Die Schweden haben zwar Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre ein paar Alben veröffentlicht, welche ich aber nicht kenne, aber trotzdem war mir der Name der Doom Metal Band ein Begriff.

Google wusste dann die Lösung, der Song „Albino Flogged In Black“ wurde 1997 von Paradise Lost gecovered und hat den Weg auf die B Seite einer Single geschafft! Die Welt ist manchmal komisch. Das letzte Lebenszeichen haben Stillborn 1993 von sich gegeben. Hier wurde die CD Version ihres Debütalbums „Necrospirituals“ veröffentlicht. Danach war die Band inaktiv. 2016 hat man wohl gedacht, es wäre mal wieder an der Zeit für neue Stillborn Songs. Der Band wird wohl ein Legendenstatus angedichtet, aufgrund von nur einer wirklichen Veröffentlichung tue ich mich damit allerdings eher schwer.

„Nocturnals“, so lautet der Titel, des neuen Albums. Kurz nachdem der erste Song angelaufen ist, und Sänger Kari Hokkanen ansetzt, musste ich dann doch mal auf den Promowaschzettel schauen. Ich musste mich davon überzeugen, ob Peter Steele nicht doch von den Toten wieder zurückgekehrt ist. Hokkanen klingt dem verstorbenen Type O Negative Sänger zum Verwechseln ähnlich. Die Musik schlägt in eine ähnliche Kerbe, nur halt wesentlich roher und ungehobelter als Type O Negative dies je gewesen sind.

„Dresden“ ist Doom Metal par excellence. Düster, langsam, heavy, während „Fata Morgana“ ein wenig schneller ist und hier somit fast Stoner Rock Gefühle aufkommen.

„Nocturnals“ ist ein überraschend interessantes Album geworden, erwartet hatte ich nicht viel, bin aber positiv überrascht worden.

01. 1917
02. Dresden
03. Oblivion Reloaded
04. The Animal Within
05. They Forgive Nothing
06. Lorelei
07. Maaemo
08. Fata Morgana
09. Anathema
10. The Walking Dead

 

Stillborn - Nocturnals (Black Lodge Records/Sound Pollution, 27.10.2017)
4.0Gesamtwertung