Da wurden wir doch neulich von dem lieben Matze gefragt, ob wir nicht die neuen Tourdaten der Hamburger von STARING GIRL präsentieren wollen… und was soll ich sagen, natürlich wollten wir!

Passend dazu hat mir Sänger Steffen direkt ein paar Fragen beantwortet – na dann mal viel Spaß damit…

 

Moin Steffen, bald geht’s wieder auf Tour. Schön, dass Du Dir kurz ein wenig Zeit für uns genommen hast!
Gerne. Ja, wir freuen uns, dass wir im Herbst wieder etwas unterwegs sein werden.

Mit „In einem Bild“ habt ihr ja im April euer zweites Album heraus gebracht, das in Szenekreisen als deutschsprachiges Album des Jahres gehandelt wird. Wie zufrieden bist du bisher mit der Resonanz – heißt es doch so oft, dass die zweite Scheibe immer auch die schwierigere ist?!
Das Album wurde durchweg positiv aufgenommen, was uns natürlich freut. Am Ende einer Albumproduktion weiß man ja oft auch gar nicht mehr, was man von der eigenen Arbeit halten soll. Dann ist es natürlich auch erleichternd, wenn es den Leuten gefällt. Aber auch wir sind sehr
glücklich mit der Platte.

Seit dem Debüt waren sechs Jahre ins Land gezogen und die letzten vier Jahre war es durchaus ruhig um STARING GIRL – wie kam es zu dieser längeren Schaffenspause?
Nachdem das erste Album 2012 veröffentlicht worden ist, hat sich die Band in der damaligen Besetzung getrennt. Da musste ich dann erstmal neue Mitstreiter finden. Das hat etwas gedauert. Da hat es geholfen, dass ich damals auch nach Hamburg gezogen bin. Da ist die Musikszene doch um einiges größer als in Kiel, wo die Band ihre Anfänge hat. Und neue Lieder mussten ja auch noch geschrieben werden.

Wie kam es eigentlich zu der Zusammenarbeit mit den drei Herren der ursprünglichen Gisbert-zu-Knyphausen-Band?
2011 hat mich Gisbert gefragt, ob ich auf seiner Tour Support machen möchte, also die Konzertabende eröffnen. Das habe ich sehr gerne getan und bin dann „solo“ zwei Wochen mit Gisbert und der ganzen Bande mitgefahren. Man lernt sich natürlich gut kennen, wenn man zwei Wochen lang nebeneinander im Bus sitzt und Hotelbetten teilt. Da sind dann neue Freundschaften entstanden. Und als ich dann nach der Trennung meiner Band nach neuen Leuten zum Musikmachen gesucht habe, habe ich mich erstmal eine ganze Weile mit Frenzy (ehemaliger Bassist der Gisbert-Band) getroffen, da er bei mir um die Ecke wohnte. Und da haben wir zu zweit an neuem Material gebastelt. Irgendwann hatten wir Lust, das musikalisch zu erweitern und dann hat sich erfreulicherweise nach und nach diese Band zusammengefunden.

Für alle, die bisher noch nichts von „In einem Bild“ gehört haben, kannst du vielleicht in kurzen knappen Worten erklären, was die Hörer erwarten dürfen?
Die eigene Musik zu erklären, fällt immer schwer. Am besten, man hört mal rein. Nur so viel: Irgendwo zwischen Americana, Singer-Songwriter und Indiepop; deutsche Texte, warme Klänge.

Aufgenommen wurde das neue Album damals im Watt’n-Sound-Studio an der Nordseeküste. Gab es einen Grund für die Reise ins Watt – ich denke Hamburg hat doch wahrlich genügend gute
Studios, oder?!
Wir wollten uns für die Aufnahmen als Band gemeinsam zurückziehen und nicht zwischendurch nach Hause fahren. Und vom Watt’n-Sound-Studio hatten wir schon viel Gutes gehört. Als wir vorab einmal hingefahren sind, um es uns anzusehen, war uns gleich klar, dass wir hier gut arbeiten und aufnehmen können. Viel Ruhe und Natur, nette Menschen und das Meer um die Ecke.
Herrlich. Trotzdem ist man dann aber fast nur im Studio und in die Arbeit vertieft. Wir waren am Ende nur ein einziges Mal am Meer, aber dann gleich mit Baden.

Viel Herz und eine Menge Poesie. So in der Art würde ich die Nummern auf dem Album insgesamt beschreiben. Woher nimmst du deine Kreativität? In welchen Momenten bist du am ehesten bereit neue Songs zu komponieren?
Das ist unterschiedlich. Jedenfalls ist es für mich hilfreich, wenn ich den Kopf frei habe. Dann kommen die Ideen, wenn man Glück hat, von alleine. Aber die muss man dann auch festhalten und damit arbeiten. Ich war zum Beispiel mal eine Woche alleine im Urlaub, ohne Internet usw. Das ist am Anfang zwar komisch und man muss sich zunächst daran gewöhnen, so auf sich selbst zurückgeworfen zu sein, aber dann hat man auch den Kopf frei und man kann man sich auf die Arbeit konzentrieren. Meistens jedenfalls. Andererseits hilft es auch einfach, wenn man versucht regelmäßig zu arbeiten, so wie Frenzy und ich das eine Zeit lang gemacht haben. Und dann kann man nach und nach die anderen Kollegen ins Boot holen. Das ist meistens ein langer Prozess, bis man am Ende ein fertiges Lied hat. Aber ich finde diese Arbeit, wenn am Ende ein gutes Lied entsteht, höchst erfreulich!

Nun geht es ja im September und Oktober auf Tour. Auf welche Location freust du dich jetzt schon ganz besonders?
Wir kommen überall gerne vorbei. Besonders ist wohl das Konzert auf der „Kleinen Freiheit“, also auf der Elbe in Hamburg am 23. September. Auf einem Schiff haben wir noch nie gespielt. Und die Vorstellung, beim Konzert im Hafen rumzufahren, klingt ganz angenehm. Das wird übrigens von unserem Label KOMBÜSE Schallerzeugnisse (Hamburger Küchensessions) organisiert. Da sind wir natürlich sehr gerne mit „an Bord“. Ich hoffe, niemand von uns wird seekrank.

Wird es bei den Terminen einen bestimmten Support geben? Wenn ja: Wen?
Ja, an einzelnen Orten der Tour ist das geplant. Das wird aber noch organisiert.

Vielen Dank für deine Zeit und viel Spaß bei den Tourvorbereitungen! Bis bald!
Sehr gerne. Ich danke auch!

 

Hier dann direkt die versprochenen Tourdaten:

 

Mehr Infos findet ihr auf der Facebook Seite der Hamburger oder hier.