An das Debütalbum der Sons Of Texas kann ich mich noch erinnern, allerdings nicht im positiven Sinne. „Baptized By Rio Grande“ war ein recht einfacher Lamp Of God, und im weiteren Radius auch ein Pantera Abklatsch. Wenn man hier etwas zu nah an diesen beiden Bands agiert, dann kann das eigentlich nur nach hinten losgehen.

Von der Nähe zu diesen Bands haben sich Sons Of Texas deutlich entfernt. Die fünf Musiker haben ihr Talent entdeckt zu den ziemlich guten Grooves, die auf dem Debüt auch schon vorhanden waren, jetzt auch noch die passenden harten Melodien zu schreiben. Ob es jetzt gewollt ist, dass nun eine andere Band wie Black Stone Cherry in die musikalische Nähe rutscht, das kann nur orakelt werden. Diese Nähe fällt besonders in den ruhigen Stücken wir zum Beispiel „Turning The Page“ auf.

Wenn Sons Of Texas es krachen lassen, dann ist man allerdings deutlich von den Kentucky-Rockern entfernt. „Buy In To Sell Out“ bollert fast in Hardcore Manier durch die Lautsprecher. „Feed The Need“ wurde schon im Vorfeld der Veröffentlichung per Video vorgestellt.
Der Mix aus Groove und Melodie funktioniert bei eigentlich fast allen Songs des Albums recht gut. Was mich persönlich noch etwas stört ist die Gleichförmigkeit der Songs. Manchmal weiß der Zuhörer schon wie das nächste Riff klingt. Dieses Dejavu-Gefühl tritt besonders bei den letzten Songs von „Forged By Fortitude“ auf. Das spricht dafür, dass die Band noch ein wenig an ihrer musikalischen Vielfalt arbeiten könnte.

Fazit: Große Steigerung im Vergleich zum Debütalbum, aber noch Luft nach oben. Ich bin gespannt wie es mit Sons Of Texas weitergeht!

1. Buy In To Sell Out
2. Feed The Need
3. Down In The Trenches
4. Cast In Stone
5. Beneath The Riverbed
6. Expedition To Perdition
7. Turnin’ The Page
8. Jaded Eyes
9. Wasp Woman
10. Forged By Fortitude
11. Slam With The Lights On

http://www.facebook.com/sonsoftexasmusic/

Sons Of Texas - Forged By Fortitude (Spinefarm, 22.09.2017)
3.9Gesamtwertung