Solitary Sabred – By Fire & Brimstone (No Remorse Records, 13.03.2020)

Solitary Sabred aus Zypern machen es einem gar nicht so einfach. Denn was der Fünfer hier präsentiert ist teilweise ganz schön harter Tobak. Eine wilde Metal-Schubladen-Mischung, die es schafft, recht eigen zu klingen. Und das ist heutzutage durchaus was wert!

Die Band ist eindeutig im traditionellen Sektor angesiedelt. Kauzige Sachen wie Brocas Helm und Manilla Road scheinen ihnen nicht fremd zu sein. Spielerisch dockt man aber viel eher am technischen US Metal von Helstar, Sanctuary oder Slauter Xstroyes an, ist nur nicht so Thrash-lastig. Und da wäre dann auch noch der irre Gesangsvortrag, welcher an King Diamond denken lässt. Insgesamt schlägt man dabei einen ähnlichen Ton wie die Kollegen von Sacral Rage an.

Ja, hier wird etwas für die Sinne geboten und man muss sich da erst einmal einhören, um die Musik von Solitary Sabdred als stimmig wahrzunehmen. Die Eröffnungsnummer „Servants Of The Elder Gods“ stimmt schon ganz gut auf die Sache ein. Lässt zwar zuerst ein Fragezeichen auf der Stirn zurück, begeistert dann aber ob seiner Kompromisslosigkeit. „Assassins Of Carthage“ und das von einem Riff der Jon-Schaffer-Schule angetriebene „Psionic Transmogrification“ sind da etwas leichtgängiger. „Disillusions“ und „Invoking The Master“ schießen dafür den Vogel mit ihrer Mischung aus Atmosphäre und irren Prog-Abfahrten den Vogel ab.

Zu bieten hat „By Fire & Brimstone“ trotz seiner kompakten Spielzeit von 40 Minuten einiges. Und das wird nicht jeden Freund des klassischen Stahls glücklich machen. Dafür bekommt man jede Menge, an dem man sich reiben kann.

 

Trackliste:
1. Servants of the Elder Gods
2. Assassins of Carthage
3. Disillusions
4. Invoking the Master
5. The Scarlet Citadel (Chronicles of the Barbarian King pt. I)
6. Fyres of Koth (Chronicles of the Barbarian King pt. II)
7. Psionic Transmogrification
8. IX
9. Blestem

 

3.7