Ein Handwritten Classic-Tag – Mittwoch. Von mir hört man hier derzeit echt wenig – viel Arbeit, viel um die Ohren, usw.

Aber heute möchte ich mich nun endlich mal wieder wichtigen Sachen widmen 😉 Es geht in diesem Classic um etwas langes, ausdauernd und fuzzelig. Neben dem Album „Jerusalem“ ist auch „Dopesmoker“ eines der Werke der amerikanischen Stoner-Doom-Bands Sleep. (Die inzwischen seit etwa 2010 auch wieder existent sind.) Ein Stoner-Doom-Album mit Prog-Rock-Anzeichen in den Hinternoten, eine bergische Klanglandschaft aus vertuntem Gitarrenwahnsinn.

… „Dopesmoker“. Ein Track, mehr als eine Stunde. Musik zum Hinsetzen und Augen zu. Musik mit schleppenden Drums, stets vorkommendem Fuzz von beiden Seiten und Vocals, die allein als Ambientspitze ausreichend wären. Das ganze treibt uns dann atmosphärisch irgendwo zwischen Wüste und Hitze sowie der ständigen Durststrecke zu mehr. Diese sind damals auch die drei Jungs von Sleep in ihren Mitzwanzigern durchgegangen. Die haben das ganze Stück angeblich in einem Take aufgenommen – ein Stück, nahe eines Kunstwerkes in dem Genre, aber dies wohl auch nicht eben einfach so, sondern mit viel hin und her. Aber nun ist es ja doch da und nicht umsonst hat sich um das ganze Ding auch ein entsprechener „Kult“ gebildet. Wird zum Teil als „heaviest, sludgiest, most wicked album ever recorded“ gehandelt, als „Moloch“ eines Konzeptalbums… doch, worum geht es in dem Lied eigentlich?

Es ist die epische Pilgerreise der „Weedian-Rasse“, eines uralten Volkes, das von ihren hohen Krautpriestern befohlen wird: „Verlasse das Leben mit Bong in der Hand / Folge dem Rauch in das Riff-gefüllte Land.“ (Zitat von irgendwo).

Worum auch sonst?

Und danach kommt der Schall-Titan. Vergleichbar kurz mit knapp unter 10 Minuten, durchaus schneller, ganz anderes Motiv und auch ganz andere Stimmung. Kontrast? Finde es raus. Die Band verdient die Chance gehört zu werden. Es wird nicht jedermans Geschmack getroffen sein, jedoch bleibt sie in ihrem Genre auch in Zukunft eine Figur am oberen Ende.

 

Tracklist:

1. Dopesmoker

2. Sonic Titan