Mit „Ashes“ kommen jetzt die Nachwehen zum Sinsaenum-Debüt „Echoes Of The Tortured“ vom letzten Jahr. Für diese EP hat die Death-Metal-Supergroup (für genaues Namedropping bitte in der ersten Review nachlesen) drei neue Songs eingetrümmert und packt dazu noch die zwei Japan-Bonustracks der ersten Platte sowie einen Remix von Frédéric Duquesne mit dazu. Fertig ist das Ganze.

Die drei neuen Songs zeigen Sinsaenum ruppiger, zorniger und weniger atmosphärisch, wie es das Debütalbum angedeutet hat. Der Titeltrack rattert gleich schwer groovend los und wird dann verhältnismäßig thrashig. Der (Duo-)Gesang ist exaltiert und teilweise ziemlich unheimlich. Ein moderner Grölrefrain darf auch nicht fehlen. Gar nicht so verkehrt. Die beiden folgenden Tracks klingen noch eine Spur böser und bringen sogar einen Hauch von Black Metal mit. Gerade „2099 (Heretics)“ klingt recht düster, rockt aber ordentlich nach vorne. Insgesamt also keine uninteressante Entwicklung der Band.

„Degeneration“ ist wildes Geknatter im Oldschool-Entombed-Format, während „King Of The Desperate Lands“ auf dem Debütalbum nicht wirklich aufgefallen wäre. Der lässige, straighte Prügler „Dead Souls“ wurde für ein Video remixt und passt gut um rauen Stoff, den man hier verbreitet. An sich aber trotzdem eher unnötig.

Als kleiner Happen für Zwischendurch passt das Ding. Und wer vom Debüt überzeugt war, kann durchaus auch hier zuschlagen. Alle anderen greifen aber erst mal zum abendfüllenden „Echoes Of The Tortured“.

Trackliste:
1. Ashes
2. Monarch of Death
3. 2099 (Heretics)
4. Degeneration
5. King of the Desperate Lands
6. Dead Souls (Frédéric Duquesne Mix)

Sinsaenum - Ashes (Peccatum Records/earMUSIC, 10.11.2017)
3.5Gesamtwertung