Sin Starlett – Solid Source Of Steel (Metalizer Records, 22.02.2022)

In der Schweiz wird auch reichlich solider Stahl geschmiedet. Das beweisen (mal wieder) Sin Starlett mit ihrem vierten Album „Solid Source of Steel“. Nomen est omen, sozusagen.

Das bewusst hässliche Cover zeigt ja schon mal, dass man sich musikalisch gerne in den 80ern bewegt. Moderne Einflüsse? Fehlanzeige! Dafür Mucke mit jeder Menge Schmackes und Leidenschaft. Musikalisch fühlt man sich als Fan von Judas Priest genauso zu Hause wie als Verehrer von jungen Wilden wie Stallion. Was an Sin Starlett gefällt, ist auf jeden Fall das traumwandlerische Zusammenspiel der beiden Gitarristen Reno Meier und Jack Tytan. Hier spielen sich zwei gekonnt die Bälle zu. Es wimmelt in den nicht selten überlangen Songs geradezu von ausgedehnten, harmonischen Soli und ausgelassenen Instrumentalteilen.

Glücklicherweise geht das nie auf Kosten der Eingängigkeit, auch wenn man hieran vielleicht noch etwas arbeiten könnte. Dafür umgeht man die Gefahr in die plakative Schunkelecke gesteckt zu werden. Denn da passen Sin Starlett keinesfalls hin. Erst recht nicht mit einem Sänger wie Elias Felber. Hat der Mann ein starkes Organ! Sein Gesang ist das zweite auszeichnende Merkmal der Band.

In Sachen Traditionsstahl sind die Schweizer zweifelsohne ein kleiner Geheimtipp!

 

Trackliste:
1. Solid Source Of Steel
2. Rule Or Obey
3. Straight And Ready
4. Streetlight Domino
5. Struck Down
6. Blessed By The Shot
7. Waves Of Hamartia
8. Iron Stamina

 

3.8