Habt ihr schon mal ein Cover von „You Win Again“ oder „Souper Trouper“ in der Easycore-Version gehört?

Wir bisher auch nicht… aber wenn man Julian & Pascal die Pistole auf die Brust setzt – wie ich es im letzten Jahr quasi getan hatte – dann lassen sich die beiden Jungs von Shrimpfield natürlich nicht lange bitten und hauen einfach mal “THE SHRIMPFIELD LANE”, das erste komplette Cover-Album der Bandgeschichte, raus.

Eine Hand voll Evergreens sollte es also sein – okay, dann mal ran an den Speck… denn wer so mutig ist und sich direkt als Opener die alte Bee Gees Nummer „You Win Again“ vornimmt, der ist entweder Größenwahnsinnig, oder einfach nur wahnsinnig mutig – und das trifft es halt auch, was die beiden Berliner hier abziehen.

Hier wird nichts wirklich neues erfunden, was bei Covern ja nun mal auch schwierig ist… aber die Nummern haben alle Hand und Fuß, trotz persönlicher Note einen guten Wiedererkennungswert und machen Laune. Ja gut, das gab es zwar alles irgendwie schon mal und wer Me First And The Gimme Gimmes mag, der hat schon vor Jahren schon den einen oder anderen Party-Keller auf ähnliche Art und Weise (okay, durchaus noch etwas temporeicher, aber nicht so wuchtig!) beschallt – aber ansonsten geht hier so einiges!

Ich meine alleine die Tatsache, dass hier nur zwei Jungs unterwegs sind und einen solchen Druck aufbauen… da kann man schon mal den Hut ziehen, oder?!

Ob es nun „I Like It“ von Icona Pop, oder die Hardcore-lastige Paula Abdul Nummer „Straight Up“ sein soll, Sinn macht alles irgendwie! Amüsiert folge ich dann „St. Elmo’s Fire“ von John Parr – meine Güte, wie grässlich ich den Song schon immer gefunden habe… ab heute geht’s es mir zumindest ein wenig besser damit 😉

Gespannt habe ich auf einen meiner Lieblingssongs gewartet und erleichtert lehne ich mich in meinem Sofa zurück, denn die Shrimpfields gehen durchaus respektvoll mit der Ultravox Nummer „Dancing With Tears In My Eyes” um – im Gegensatz dazu kann ich mit “I Love You Always Forever” (Donna Lewis) nicht wirklich viel anfangen.

Absolut beeindruckt bin ich aber davon, was die Beiden aus dem Mumford & Sons Ding “The Cave” gemacht haben… Respekt! – Die ABBA Nummer “Super Trouper” reizt mich zwar vom Tempo her, aber hier finde ich keinen wirklichen Zugang und auch “Glory Of Love” von Peter Cetera habe ich schon damals im Original gerne vermieden.

Ach Mensch, was ist denn nun mit mir, oder mit den Shrimpfields, los… bei “Heaven Is A Place On Earth” (Belinda Carlisle) schalte ich zum ersten Mal weiter – Sorry, aber hier bin ich raus.

Dank der derben Beats haben sie mich dann aber bei Roxettes “It Must Have Been Love” wieder und selbst das bestimmt mindestens 1.000.000 mal gehörte “Manic Monday” von The Bangles bringt mir nach zwanzig Jahren mal wieder ein leichtes Lächeln ins Gesicht.

Gut vorbereitet geht es dann also in Richtung großes Finale, welches durch “How It Is (Wap Bap…)” von Bibi H. eingeleitet und dann mit “Africa” von Toto beendet wird.

THE SHRIMPFIELD LANE” hat für mich viele Höhen, aber auch die eine oder andere Tiefe… gut das man über Geschmack in der Regel nicht streiten kann – technisch ist hier alles top, keine Frage!

Wer also grundsätzlich auf Cover steht und diese auch gerne mal ordentlich Schmackes haben dürfen, der ist hier ganz gut aufgehoben.

Titel:
1. You Win Again
2. I Love It
3. Straight Up
4. St Elmo`s Fire
5. Dancing With Tears In My Eyes
6. I Love You Always Forever
7. The Cave
8. Super Trouper
9. Glory Of Love
10. Heaven Is A Place On Earth
11. It Must Have Been Love
12. Manic Monday
13. How It Is (Wap Bap…)
14. Africa

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Shrimpfield – The Shrimpfield Lane (DiY/Spinnup, 23.05.2018)
3.5Gesamtwertung