Saxon – Hell, Fire And Damnation (Silver Lining, 19.01.2024)

Huch, sind das Saxon die da durch meine Lautsprecher fließen? Das waren meine ersten Gedanken als das neue Album „Hell, Fire And Damnation“ durch die Lautsprecher gelaufen ist. „Thunderbolt“ war ganz nett und zu „Carpe Diem“ habe ich irgendwie keinen Zugang gefunden, auch wenn das Album anderenorts positive Reviews eingefahren hat. Die beiden Coveralben „Inspirations“ und „More Inspirations“ fand ich unnötig.

„Hell, Fire And Damnation“ klingt so, als ob die Band in einen Jungbrunnen gefallen wäre! Paul Quinn ist als Gitarrist quasi noch als Back-Up dabei, die sechs Saiten hat inzwischen Brian Tatler (Diamond Head) im Griff.

„The Prophecy“ ist ein kurzes Intro, mit dem Titelsong geht es dann in die Vollen! Schon die ersten Takte klingen wesentlich frischer als die anderen Saxon-Veröffentlichungen der ersten Jahre. Fans der NWOBHM werden sich hier sehr wohl fühlen, was auch daran liegen mag, dass Biff Byford und seine Mitmusikanten wieder an die Zeiten zu „Solid Ball Of Rock“ erinnern. Das ist dann auch meine liebste Phase der Band!

Nach dem schnellen Opener ist „Madame Guillotine“ eher im Midtempo angesiedelt, bei „Fire And Steel“ wird das Gaspedal wieder durchgedrückt. „Witches Of Salem“ und „Super Charger“ schliessen dieses gelungene Album dann kraftvoll ab.

Respekt, innerlich hatte ich Saxon schon abgeschrieben, aber mit „Hell, Fire And Damnation“ haut die Band ein mehr als amtliches Album raus!

 

1. The Prophecy
2. Hell, Fire And Damnation
3. Madame Guillotine
4. Fire And Steel
5. There’s Something In Roswell
6. Kubla Khan And The Merchant Of Venice
7. Pirates Of The Airwaves
8. 1066
9. Witches Of Salem
10. Super Charger

https://www.saxon747.com/

Foto: Ned Wakeman

 

4.3