Wieder einmal darf ich mich über ein Debüt-Album her machen und heute erwischt es die US-Boys von Save Face, die vor ein paar Wochen mit „Merci“ an den Start gegangen sind.

2012 gestartet ging es vor zwei Jahren mit ihrer EP „Folly“ los, bevor die Jungs aus New Jersey nun mit ihrem ersten Longplayer – und einem mehr als durchdachtem Konzeptalbum – unterwegs sind.

Wenn sie sich mit dem Titel bedanken, dann stellt man sich direkt die Frage bei wem und warum – sind die Songs doch viel mehr der Versuch das Leben eines Junkies zu beleuchten, zu begleiten und schlussendlich in den Tiefen des Drogensumpfes zu versinken – aber nicht, ohne alles um sich herum mit in den Untergang zu entführen.

Die Songs beschreiben Sehnsucht, Aufgabe, Hilflosigkeit, Mut, Verlust und letztendlich den Tod… also quasi alles, was uns tagtäglich im Hier und Jetzt umgibt und Save Face haben eine Art erfunden, das Alles in krachenden punkigen Melodien und einer überaus ansprechenden treibenden bzw. wuchtigen Gesangsstimme mehr als erträglich zu machen – selten hat Untergang und Zerstörung so energetisch geklungen.

Meine Anspieltipps wären zum Beispiel „Blues„, das sanfte „Heartache“ oder „Nothin‚“ – und wer genau aufpasst, der erkennt mit „Merci„, „Pour“ und „Rien“ den roten Faden durch das Album… denn was bleibt am Schluss wirklich bestehen, außer „Thanks“ „For“ „Nothing“ ?!

 

Titel:
1. Merci
2. Bad
3. Blues
4. Heartache
5. Weak
6. Jonesin’
7. Pour
8. Mercy
9. Plans
10. Nothin’
11. Reds
12. Love
13. Rien
14. Yours

Foto: Epitaph

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Save Face - Merci (Epitaph/Indigo, 13.07.2018)
4.5Gesamtwertung