Auch wenn der Begriff „Supergroup“ mittlerweile schon ein wenig überstrapaziert ist, so bemühe ich selbigen bei der Vorstellung der im letzten Jahr gegründeten kanadisch-amerikanischen Combo Saint Asonia nur zu gerne.

Denn niemand geringeres als Adam Gontier, der zuvor bei `Three Days Grace` für den Gesang verantwortlich war, Gitarrist Mike Mushok, seines Zeichens ehemals bei `Staind` und `Newsted` beschäftigt, dem Ex `Finger Eleven` Schlagzeuger Rich Beddoe und dem Bassvirtuosen Cory Lowery, welcher die tiefen Töne bei Bands wie `Eye Empire`, `Stereomud` oder `Dark New Day` gespielt hat, treiben hier ihr rockiges Unwesen.

Bei so viel geballtem Können, insgesamt erspielten sie mit ihren alten Bands 25 Top Ten Singles und 17 Nummer Eins Hits in den USA, sollte Saint Asonia mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum eigentlich ein Selbstläufer werden.

So gedacht höre ich also die ersten Töne des Openers „Better Place“… und was soll ich sagen, der Song haut mich sofort von den Socken. Fette Gitarren-Riffs, derbe Schlagzeugbeats, der rockig, rotzige Gesang passt hier ebenfalls wie „A**** auf Eimer“!

„Blow Me Wide Open“ schließt sich direkt an und auch die folgenden Songs verlieren in keiner Sekunde an Energie, schießen ein Feuerwerk voller Druck und Kraft ab, besonders „Fairy Tale“ und „King Of Nothing“ haben es mit angetan, ersteres klingt wie eine perfekte Mischung aus `Disturbed` und `Staind`… meine Herren die Jungs können was, Respekt!

Aber irgendwelche Songs besonders heraus zu heben verbietet sich eigentlich, sind doch alle elf Stücke für sich schlüssig, perfekt intoniert und ein Beweis dafür, dass der Begriff „Supergroup“ in diesem Fall gerechtfertigt ist!

Also Produzent konnte Johnny K, der bereits mit `Disturbed`, `Machine Head`, `3 Doors Down`, `Staind` oder auch `Megadeth` gearbeitet hat, gewonnen werden… nach der Veröffentlichung in den USA vor drei Monaten ist „Saint Asonia“ ab heute auch in Europa zu haben.

Die mir vorliegende CD beinhaltet mit „I Don`t Care Anymore“, einer Acoustic-Version von „Fairy Tale“, „No Tomorrow“ und „Voice In Me“ noch vier Bonustracks.

Wer also Bock auf rauen, ehrlichen Rock mit diversen Einflüsse irgendwo zwischen ‚Pearl Jam‘ (okay, jetzt hole ich gerade ziemlich weit aus!) und `Disturbed` hat, kann an dem Album nicht vorbei gehen…

… eine klare Kaufempfehlung von mir!

 

chk_jschl

Tracklist:
1. Better Place
2. Blow Me Wide Open
3. Live My Life
4. Even Though I Say
5. Bairy Tale
6. King of Nothing
7. Waste My Time
8. Dying Slowly
9. Trying to Catch Up With the World
10. Happy Tragedy
11. Leaving Minnesota

Saint Asonia – HOMEPAGE

Saint Asonia - Saint Asonia (Columbia/Sony Music, 23.10.2015)
4.9Gesamtwertung