Irgendwo in den 80ern hängen geblieben sind die Australier von RVG, die vor ein paar Wochen ihr erstes Album „A QUALITY OF MERCY“ veröffentlicht haben und hiermit den alten Helden – gewollt oder ungewollt, wer weiß das schon so genau – Tribut zollen.

Derbe markant zelebriert Sängerin Romy jede einzelne Nummer und bei ihrer tiefen und eindringlichen Stimme muss man schon zweimal nachschauen, ob es sich hier denn nun wirklich um weiblichen Gesang handelt.

Die im Beipackzettel angesetzten Vergleiche zu Bands wie The Go Betweens, Joy Division oder Echo and the Bunnymen sind nicht abzustreiten und wären ansonsten bestimmt von mir genannt worden – aber hier hat dankenswerterweise schon jemand anderes gute Arbeit geleistet.

Vielleicht könnte man sogar noch die eine oder andere alte Bowie- und/oder auch Velvet-Underground-Nummer mit in den Topf schmeißen, aber das sieht wahrscheinlich eh jeder anders.

Jedenfalls rocken die acht Nummern, gehen musikalisch gut nach vorne – und reißen einem dank der düsteren und rotzig-verrauchten Stimme regelmäßig die Beine weg.

Ich denke hier kann man wirklich nicht viel falsch machen… alleine Songs wie der Opener „A Quality of Mercy“, „Heart Paste“ oder „That`s All“ strotzen nur so vor getragener Leidenschaft und haben es verdient von einer breiteren Masse gehört zu werden!

Titel:
1. A Quality Of Mercy
2. Cause and Effect
3. IBM
4. Heart Paste
5. The Eggshell World
6. Vincent Van Gogh
7. Feral Beach
8. That`s All

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RVG – A Quality of Mercy (Fat Possum Records/The Orchard, 06.07.2018)
4.1Gesamtwertung