14 Mai 2016, 22 Uhr – Leichter Nebel zieht auf, man hört nur ein leichtes Surren der Amps, die nur darauf warten zu arbeiten. Sekunden später steht man im ausverkauften Raum vor einer Soundwand, die einen verunsichert. Man möchte sich am Liebsten irgendwo festhalten, denn RODHA aus Hamburg lassen den Büffel auf das Publikum los – einen Rammbock von Sound mit diesem gewissen Hauch von Hardcore.

rohdaDie nickende Köpfescharr bewegt sich beeindruckend im Takt und bleibt die gesamten 35 Minuten unangetastet im Raum bestehen. Rodha heizen als Support für Russian Circles das Publikum mehr als ausreichend an und es ist schön zu sehen, wie viel Spaß die vier Jungs auf der Bühne haben und mit welchem Elan sie an die Sache gehen. Bei „WELTER THROUGH THE ASHES“ zeigt sich das wahre Gesicht der Band – voll die Dampfwalze. Allein für diese Band hat sich die Anreise gelohnt – vor allem wenn man vorher mit ihnen viel geredet hat und die Persönlichkeit der Band kennengelernt hat.* Es stört meiner Meinung nach auch absolut nicht, dass bei diesen zwei Bands die Genres so verschieden sind.

Um 23 Uhr ist auch der Hauptakt aufgebaut und startbereit. Russian Circles, die US-amerikanische Post-Rock- und Metal Band aus Chicago, Illinois. Normalerweise sind sie mit „This will destroy you“ auf Tour, diese waren aber an dem Tag noch in Kopenhagen auf dem „A Colossal Weekend – Copenhagen“. Doch Rodha als Vorband hat ganze Arbeit geleistet und sie ehrenvoll vertreten.

RC 14052016Der Raum ist noch ruhig und die Bühne verdunkelt während noch das Intro vom Band läuft. Langsam wird es dann doch heller und die Band reißt eindrucksvoll ihr Equipment auf. Ganz ohne Gesang ist diese Musik trotzdem absolut ein Genuss, nicht ohne Grund ist der Abend ausverkauft. Es folgen eindrucksvolle Riffs und Melodien, die aus den Händen von Brian Cook (Bass), Dave Turncrantz (Schlagzeug) und Mike Sullivan (Gitarre) gezaubert werden. Die Band arbeitet viel mit überlagernden Riffs und Sounds die den Eindruck von mehr als drei Personen auf der Bühne bewirken, dies spricht für das Talent der Drei. Nicht umsonst wird Dave Turncrantz oft sehr hoch gelobt als Schlagzeuger, der trotz der Genauigkeit im Takt noch hoch komplizierte Abläufe im Spiel hat.

Das Publikum feiert die vollen 1,5 Stunden mit der Band, die einen Hit nach dem anderen auf die Bühne bringt – vorallem zum Ende mit den bekannteren Songs der Band wie „Harper Lewis“, „Station“ und „Youngblood“ von ihrem Album „Station“ sowie „Geneva“ vom gleichnamigen Album.

Nicht nur musikalisch, sondern auch die Performance der Band ist super. Man bekommt mehr als man für sein Geld erwarten könnte. Ein absolut vollkommenes Konzert – Sowohl von Hauptakt als auch Support.

 

*Im Laufe der Woche folgt das dazu passende –> Interview <–mit den vier Jungs von Rodha, also seid gespannt.