Bald ist Schluss mit überhöhten eBay-Preisen! Die alten Alben des rustikalen, deutschen Metal-Flagschiffs Running Wild werden im Rahmen der „Noise lebt!“-Kampagne wieder unter die Leute gebracht, nachdem sie viele Jahre nicht mehr offiziell erhältlich waren. Es dreht sich um die neun Platten der Jahre 1984 bis 1995. Die Zeit in der die Piraten-Metaller zu den qualitativ konstantesten Bands der Szene zählten.

Den Anfang machen am 11. August “Gates To Purgatory”, “Branded And Exiled”, “Under Jolly Roger”, “Port Royal” und “Death Or Glory” bevor es am 25. August mit “Blazon Stone”, “Pile Of Skulls”, “Black Hand Inn” und “Masquerade” ins Finale geht. Heraus kommt das Ganze auf Vinyl und CD mit zahlreichen Bonustracks.

Hier schon mal ein spaßiger Trailer zu der Aktion:

Wer jetzt noch ein paar offizielle Promoworte zu den einzelnen Releases lesen möchte, wird hier fündig:

Gates To Purgatory
“Gates To Purgatory” war 1984 das Debütalbum der deutschen Heavy Metal Band Running Wild. Unverkennbar ist der starke Einfluss von Bands wie Judas Priest, Kiss und AC/DC auf diesen acht rauen, primitiven und energiegeladenen Heavy Metal Tracks mit Texten voller satanischer Ikonografie. Auch die dazugehörigen Nieten, Leder und Totenschädel hat die Band in ihre Fotos und das Artwork einfließen lassen. Mit über 235.000 verkauften Exemplaren verhalf “Gates To Purgatory” Running Wild in ihrer Heimat Deutschland und darüber hinaus katapultartig zu Ruhm in der Metal Szene.

Branded And Exiled
Running Wilds zweites Album “Branded And Exiled” folgte ihrem Debüt 1985 auf dem Fuße – mit acht weiteren Tracks voller rau-wilder Heavy Metal Klänge in ähnlicher Art wie der Vorgänger “Gates To Purgatory”. Mehr als 250.000-mal verkaufte sich das Zweitlingswerk, ein Mix aus satanischer Symbolik und anti-autoritären Hymnen, und sorgte damit dafür, dass die ohnehin schon rasant anwachsende Fanbase von Running Wild sowohl in ihrer Heimat Deutschland als auch im Rest der Welt noch größer wurde.

Under Jolly Roger
Ursprünglich veröffentlicht im Jahr 1987, markierte Running Wilds Album “Under Jolly Roger” einen Fixpunkt in der Geschichte des Heavy Metal, indem es für die Geburt eines neuen Genres sorgte: Pirate Metal. Die Band durchlief eine Komplettüberholung, was die Symbolik und Themen ihrer Texte betraf, und kreierte mit diesem Album ein neues Genre, das den Piraten-Look als Grundlage nahm und damit die Fantasie von Heavy Metal Fans auf der ganzen Welt ansprach. So katapultierte es die Band endgültig in die Hall of Fame des Heavy Metal. “Under Jolly Roger” verkaufte sich weltweit eine viertel Million mal.

Port Royal
Running Wilds viertes Album “Port Royal”, der zweite Streifzug rund um die Piraten-Thematik, zeigte, wie die Band sich noch weiter in die Geschichte vertiefte und sich Themen wie den Konquistadoren widmete, was auch bei MTVs “Headbanger’s Ball” zum Hit wurde. Das Album etablierte Running Wild und den Pirate Metal in der Metal Szene und festigte das Genre mit ihnen als Repräsentationsfiguren. “Port Royal” war weltweit ein riesiger Erfolg und verkaufte sich insgesamt fast eine halbe Million mal.

Death Or Glory
Running Wilds fünftes Album “Death Or Glory” wurde 1989 veröffentlicht und erwies sich als das bis dato erfolgreichste, vor allem mit der starken Rotation des Tracks “Bad To The Bone” bei MTV, das vor 9.000 verrückten Fans in Düsseldorf live aufgezeichnet wurde. Das Album schaffte es auch auf die Liste der 500 besten Rock und Metal Alben aller Zeiten des Rock Hard Magazines. Die vorliegende Version wurde um den bisher unveröffentlichten Track “March On” und die 1991-er EP “Wild Animal” erweitert.

Blazon Stone
Das sechste Album von Running Wild aus dem Jahr 1991 erwies sich als das bis dato ambitionierteste der Band. Mit diesem epischen, 13 Tracks schweren Meisterwerk taucht die Band noch weiter in die Tiefen der Geschichtsbücher ein – dieses Mal in den Wilden Westen, mit Songs wie “Billy The Kid” und “Little Big Horn”. Sänger Rock N’Rolf wurde einst mit der Aussage zitiert, dass “Blazon Stone” mit weltweit etwa 440.000 verkauften Exemplaren das erfolgreichste Album der Bandgeschichte war.

Pile Of Skulls
Mit ihrem Album “Pile Of Skulls” von 1992 kehrten Running Wild zum längst Markenzeichen gewordenen Themenfeld Piraten zurück. Es kam allerdings auch mit einem Gesamtkonzept zu den Themen Korruption und Machtmissbrauch im Laufe der Geschichte daher. Hier finden sich Songs, die auf Robert Louise Stevenson’s “Treasure Island” basieren, neben Tracks wie “Jennings Revenge” über die Großtaten des berüchtigten Piraten Henry Jennings. Mit 350.000 verkauften Exemplaren weltweit erwies sich “Pile Of Skulls” als weiterer Erfolg für Running Wild.

Black Hand Inn
Das achte Album des deutschen Heavy Metal Quartetts Running Wild wurde 1994 veröffentlicht und war ein lockeres Konzeptalbum über einen wiederauferstandenen Mann, der, vor dem Hintergrund der Piraterie, das Armageddon vorhersieht. Mit elf Tracks, die insgesamt über eine Stunde lang sind, kommt “Black Hand Inn” als sorgfältig durchkonstruierte, epische Erzählung eines Kampfes von Gut gegen Böse unter dem Einfluss von Zukunftsvorhersagungen im Running Wild zum Markenzeichen gewordenen Pirate Metal Style daher. Bis heute hat sich das Album 200.000-mal verkauft.

Masquerade
“Masquerade”, das neunte Album von Running Wild, wurde im Jahr 1995 veröffentlicht und war das bis dato ambitionierteste Album der Band. Als erster Part eines dreiteilig angelegten Konzeptalbums markiert es Episode 1 einer Erzählung über Gut und Böse, die auf den darauffolgenden Alben “The Rivalry” und “Victory” fortgesetzt wird. Die 13 Tracks von “Masquerade” zeigen das für Running Wild charakteristische, klassische Heavy Metal Storytelling in Reinkultur, während sich in Songs wie “Lions Of The Sea” und “Soleil Royal” eine epische Geschichte entfaltet.