Sonntagabend entspannt auf der Couch sitzen? Nein, nicht in Berlin! Denn im Berliner Velodrom fanden sich zahlreiche Rise-Against-Fans ein um ordentlich abzurocken. Den Auftakt machten Pears, eine US-amerikanische Melodycore-Band aus New Orleans, die es trotz körperlich starkem Einsatzes von Frontmann Zach Quinn eher schwer hatte. Was in Anbetracht der sehr großen und treuen Rise-Against-Fanbase nicht allzu verwunderlich ist. Nach einer guten halben Stunde verabschiedeten sich Pears und nach einem kurzem Umbau ging es mit Sleeping With Sirens weiter. Die Post-Hardcore-Band aus Florida kommt deutlich besser beim Publikum an, wahrscheinlich auch nicht zu letzt durch ihre größere Bekanntheit. Besonders der Gesang von Frontmann Kellin Quinn hat einen großen Wiedererkennungswert. Das Publikum ist erfolgreich aufgeheizt und heiß auf Rise Against.

Die Lichter gehen aus und die Jungs betreten endlich die Bühne. Sie geben von Anfang an alles. Doch irgendwie merkt man ihnen an, dass sie schon eine Weile unterwegs sind. Gesanglich war es an diesem Abend nicht die beste Leistung, doch das interessiert die meisten Fans eher weniger. Im vorderen Bereich wird ordentlich gepogt und auch einige Crowd-Surfer durften von der Security am Bühnengraben abgefangen werden. Nachdem der erste Teil geschafft ist, betritt Tim McIlrath allein und mit Akustik-Gitarre die Bühne. Mit Feuerzeugen und schunkelnden, sich in den Armen liegenden Fans wird es zu Songs wie „Hero of War“ schon fast romantisch im Velodrom. Aber nach drei ruhigen Songs wird noch einmal alles gegeben, um den Abend gebührend abzuschließen.

Fotos: Gina Wetzler | www.ginawetzler.de

Setlist:
Chamber the Cartridge
Give It All
The Violence
Re-Education
Dancing for Rain
The Good Left Undone
Collapse
House on Fire
Prayer for the Reufgee
Swing Life Away
People Live Here
Hero of War
Help is on the Way
Bricks
Survive
Wolves
Satellite
Make It Stop
Savior