Yeah, das ist doch mal geiler Scheiß – so und nicht anders muss ein Debütalbum klingen! Wild und ungezügelt, voller Elan und Schmackes. Solange es noch Bands wie Riot City gibt, braucht man sich um den traditionellen Metal keine Sorgen machen, selbst wenn er schon etwas müffelt. Dann reißen die Kanadier einfach mal die Fenster auf und lüften ordentlich durch. Und am Ende klingt diese 80er-Vereherei immer noch frisch und energiegeladen.

In Sachen Attitüde erinnern mich Riot City etwas an ihre Landsleute Striker. Allerdings lässt es dieses Quartett beschwingter und ruppiger angehen. Mit einer ganzen Ladung Speed zockt man sich durch acht Songs, unter denen sich kein Ausfall befindet. In Sachen Riffs klingen alte britische Tugenden immer wieder durch, während die vielen ruppigen Gangshouts an typische US-Powermetal-Vertreter denken lassen. Riot City drücken mit ähnlich viel Schmacks durchs Gebälk. Sänger/Gitarrist Cale Savy gibt nicht selten den Screamer und stellt damit den jungen Rob Halford etwas in den Schatten. Man nehme nur mal das saftige „The Hunter“.

Hier mal ein bisschen hardrockiges Flair („329“), da etwas atemloser Speedmetal („Burn The Night“) und mit „In The Dark“ haut man auch noch eine knackige Powerballade raus („In The Dark“). In Sachen Songwriting geht hier schon was und Eingängig- und Verspieltheit gehen Hand in Hand. Und am Ende ist es auch nicht abwechslungsreich genug, dass es nicht langweilig wird.

Eine echt klasse Scheibe. Da muss schon noch einiges kommen, damit die Truppe von meinem persönlich Treppchen der „Newcomer des Jahres“ gestoßen wird!

 

Trackliste:
1. Warrior Of Time
2. Burn The Night
3. In The Dark
4. Livin‘ Fast
5. The Hunter
6. Steel Rider
7. 329
8. Halloween At Midnight

 

Riot City - Burn The Night (No Remorse Records, 17.05.2019)
4.5Gesamtwertung