Ray Alder kennen wir als Sänger von Fates Warning, oder ehemals auch von Redemption. Ein paar wenige mögen sich auch noch an seine Band Engine erinnern, mit welcher er Ende der 90er / Anfang der 00er-Jahre zwei Alben veröffentlicht hat. Als Solokünstler ist er bisher nicht in Erscheinung getreten.

Die Bandpause bei Fates Warning hat Alder genutzt, um sein erstes Soloalbum aufzunehmen. Natürlich braucht auch ein herausragender Sänger wie Ray Alder kompetente Musiker an seiner Seite. Die hat er im ehemaligen Lords-Of-The-Black-Gitarristen Tony Hernando, dem Fates-Warning-Tourgitarristen Mike Abdow und dem Ignite-Drummer Craig Henderson gefunden.

Und wie klingt Ray Alder nun im Soloeinsatz? Nun, wer ein Fan der Fates-Warning-Alben wie „Parallels“, „Inside Out“ und vielleicht auch noch dem genialen „A Pleasant Shade Of Gray“ ist, der wird „What The Water Wants“ lieben.

Klar, Alders Stimme ist der Fixpunkt dieses Albums. Da diese Stimme so prägnant ist, kommt man nicht darum herum Vergleiche zu eben Fates Warning und auch Redemption zu ziehen. Aber auf „What The Water Wants“ ist Alder etwas entspannter unterwegs. „Lost“ eröffnet das Album und legt mit ein paar rhythmischen Spielereien los, bevor der Gesang einsetzt und der Song sich langsam aufbaut. Das Spiel mit der Laut-/Leise-Dynamik gelingt wunderbar. „Crown Of Thorns“ ist vielleicht der erste Hit des Albums. Alder hebelt hier Gesangsmelodien aus der Lunge, das ist wirklich wunderbar.

1. Lost
2. Crown Of Thorns
3. Some Days
4. Shine
5. Under Dark Skies
6. A Beautiful Lie
7. The Road
8. Wait
9. What The Water Wanted
10. The Killing Floor

https://www.facebook.com/RayAlderOfficial/

Ray Alder - What The Water Wants (InsideOut, 18.10.2019)
4.8Gesamtwertung