Ich will es mal so sagen, R.E.M. sind ja leider nun seit einigen Jahren Geschichte, aber trotzdem aus der jüngeren Musikgeschichte gar nicht mehr weg zu denken und haben mit ihrer Musik unsagbar viele Menschen auf der Welt – und mich – begeistert. 85 Millionen verkaufte Alben weltweit muss man ja auch erstmal hinbekommen.

Eine dieser grandiosen Veröffentlichungen war das 1992er Album „Automatic For The People“ welches für viele „dasR.E.M.-Album gewesen ist (eine entsprechende Würdigung findet ihr auch in unserer Classics-Kategorie – Anm.d.Red.). Ich persönlich bevorzuge zwar immer noch „Out Of Time“, kann mich aber natürlich auch wunderbar mit den Songs auf dem ein Jahr später erschienenen Nachfolger arrangieren.

In guter alter Tradition ist nun beinahe genau ein Jahr nach der „25th Anniversary Edition“ des Vorgängers auch die „Automatic For The People [25th Anniversary Edition]“ digital aufgemotzt erschienen und hat natürlich auch ein paar lobende Worte verdient.

Das gute Stück liegt nun gerade in der Limited-Deluxe-Edition vor mir und ich habe mich gestern wie ein Kind gefreut als die Scheibe in meinem Briefkasten lag und ich dann später die Box öffnete – lagen doch neben der CD mit dem Album noch ein Live-Album vom Gig am 19.11.1992 (übrigens dem einzigen Gig in 1992) im The 40 Watt Club in Athens/Georgia, Bilder der einzelnen Bandmitglieder und ein riesiges Poster bei… so macht Musik Spaß!

Schon mit den ersten Töne von „Drive“ beginnt meine Zeitreise… in eine Zeit wo gefühlt noch alles besser war, wo wir noch ohne große Sorgen und Ängste in die Zukunft blickten und dem Leben mit Spaß begegneten – wir waren jung, wir waren cool, wir waren unverwundbar!

Nach “Try Not To Breathe “ kommt dann mit „The Sidewinder Sleeps Tonite” einer meiner Lieblingssongs von R.E.M., gefolgt von “Everybody Hurts” – und jetzt mal ehrlich, wer hat zu der Nummer seit damals nicht das eine oder andere Mal, so von wegen Knutschen usw… ähhh, ich schweife ab… weiter im Text!

Habe ich schon damals die „New Orleans Instrumental No. 1“ nicht verstanden, so geht es entspannt mit „Sweetness Follows“ und „Monty Got A Raw Deal“ weiter – überhaupt ist „Automatic For The People“ nach dem recht schnellen und poppigen Vorgänger durchaus melancholischer und ruhiger ausgefallen… fällt mir gerade mal wieder auf.

Ignoreland” sagt mir da doch schon – rein vom Tempo her – mehr zu und über “Star Me Kitten” lande ich dann bei meinem Lieblingssong des Albums, denn „Man On The Moon“ hat mich schon immer begeistert – keinen Plan warum, aber die Nummer kann ich mir immer und überall anhören.

Ach mein Gott, wie lange habe ich denn „Nightswimming“ nicht mehr gehört? Auch geil… ist wahr! Da werde ich ja fast schon ein wenig melancholisch, da mit „Find The River“ schon wieder Schluss mit Vergangenheitsbewätigung ist – aber nein, ich habe ja noch das ganze Live-Album vor mir!

Ich verabschiede mich dann mal in die nächste Runde… wer die Scheibe nicht noch von damals hat, der muss hier dringend zugreifen. Ach was, die anderen sollen auch nochmal zuschlagen, alleine qualitativ hat sich ja hier einiges getan – und wie gesagt, denkt an das Bonus-Material!

 

Titel:
Automatic For The People
1. Drive
2. Try Not To Breathe
3. The Sidewinder Sleeps Tonite
4. Everybody Hurts
5. New Orleans Instrumental No. 1
6. Sweetness Follows
7. Monty Got A Raw Deal
8. Ignoreland
9. Star Me Kitten
10. Man On The Moon
11. Nightswimming
12. Find The River

Live At The 40 Watt Club – 19.11.1992
1. Drive
2. Monty Got A Raw Deal
3. Everybody Hurts
4. Man On The Moon
5. Losing My Religion
6. Country Feedback
7. Begin The Begin
8. Fall On Me
9. Me In Honey
10. Finest Worksong
11. Love Is All Around
12. Funtime
13. Radio Free Europe

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