Purple Souls sind eine dieser Bands, von denen du eine Promo-CD im Briefkasten hast, die erstmal zur Seite legst, weil du sie nicht kennst und beim ersten Hören geht dir das Herz auf. Ich persönlich hatte gleich den Eindruck in eine Zeit versetzt zu sein, als Indiebands noch großartig waren. Als elektronische Sounds eher die Seltenheit und eingängige Indierocksongs mit Flächen und Melancholie angesagt waren. Als du mit Freunden auf einer Wiese am Rand eines Sommerfestivals gelegen und einer dieser Bands gelauscht hast, die den perfekten Soundtrack für einen unbeschwerten Sommer geliefert haben. Aber bevor ich jetzt total abschweife und vor mich hin träume, zu den Fakten!

Die Band aus Salzburg hat sich im New Yorker Stadtteil Williamsburg in einer kleinen Wohnung daran gesetzt und Texte und Sounds zurecht getüftelt. Beeindruckt von dem kreativen Flair sind Songs entstanden, die den Hörer mitnehmen. In die Stadt, die so hektisch und melancholisch zeitgleich sein kann. Hörbar beeinflusst davon, haben die vier Herren 12 Songs geschaffen, die passender nicht sein könnten.

Hier treffen melancholische Gedanken und Momente auf energiegeladene Indierocknummern, die den Fuß wackeln und den Redakteur grinsen lassen. Dickes Ding!

Und damit reihen sich die Purple Souls mit den ersten mir bekannten Songs bereits in meine persönliche Hall of Fame ein. Fallen mir Vergleiche ein? Bestimmt. Aber die würden dieser Band nicht gerecht werden, da der Sound zu breit aufgestellt ist. Melodischer Indierock mit Herz und Hirn. Zeitlose Musik und zeitlose Melodie, die sich nicht an Trends orientiert, sondern am eigenen Gefühl. Danke!

Anspieltipps gibt es von mir da gar nicht wirklich, da die Platte als Gesamtwerk einfach zu gut funktioniert. Hallo Purple Souls! Hallo Neuentdeckung des noch jungen Jahres! Kaufempfehlung!

Einen Eindruck der Livequalitäten kann man sich übrigens hier holen:

13.04.2016 Stuttgart – Das CANN
14.04.2016 München – Backstage
15.04.2016 Frankfurt – Nachtleben
21.04.2016 Köln – Underground
22.04.2016 Hamburg – Nochtspeicher

23.04.2016 Berlin – Privatclub

 

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  1. Frozen Feelings
  2. Notion
  3. Lyla
  4. Rubicon
  5. Ocean
  6. Pieces
  7. There Goes The Fear
  8. Babylon
  9. Williamsburg
  10. Time
  11. Fever
  12. Valium
Purple Souls - Williamsburg (Williamsburg RAR / Motor / Edel, 19.02.2016)
5.0Gesamtwertung