Mit dem Vorgängeralbum, „Ninja“, der norwegischen Retrorocker Pristine hatte ich so meine Schwierigkeiten, das lag vor allem am vermehrten Einsatz von Orgeltönen. Die etwas bluesigere Note des Albums hingegen fand und ich finde ich noch immer spannend.

Nun gut, mit „Road Back To Ruin“ eröffnen Heidi Solheim und ihre Band eine neue Runde. In der Promoinfo des Labels wird von Diversifikation und Weiterentwicklung gesprochen, dies kann man auch ruhig so stehen lassen. Allerdings haben sich Pristine auch wieder etwas mehr auf ihre Wurzeln besonnen. Will heißen, die Gitarren sind wieder etwas dicker und die Töne aus den Orgeln und Keyboards wurden deutlich zurückgeschraubt.

Bei mir haben Pristine und das Album „Road Back To Ruin“ schon mit den ersten Takten den Openers „Sinnerman“ gewonnen! Was für ein Start in den Longplayer. Heftig rockend und mit schicken Tempo prügeln Pristine hier eine Blaupause für einen klassischen Rocksong durch den Äther.

Im Kontrast dazu steht der nun folgende Titeltrack. „Road Back To Ruin“. Zähflüssig aber trotzdem packend zieht sich der Song bis zum knarzenden Gitarrensolo. So macht das Spaß!

„Blind Spot“ zeigt die Vielseitigkeit der Band. Orientalische Klänge mischen sich zwischen die harten rockigen Arrangements. Unterstützung bekommt die Band hier von der syrischen Sängerin Racha Rizk, welche das Intro zum Song singt.

Passend zum sonnigen Osterwetter 2019 gibt es mit „Landslide“ eine echte Gutelaunenummer mit ordentlich Countryfeeling auf dem Album.

Fazit: „Road Back To Ruin“ ist ein tolles Album geworden. Blues, klassischer Rock und neue Ideen sollten den Weg für einen etwas breiteren Durchbruch der Band ebnen.

 

1. Sinnerman
2. Road Back To Ruin
3. Bluebird
4. Landslide
5. Aurora Skies
6. Pioneer
7. Blind Spot
8. The Sober
9. Cause And Effect
10. Your Song
11. Dead End
12. Ghost Chas

 

http://www.pristine-music.com/

 

Photo credit: Daniel Lilleeng

Pristine - Road Back To Ruin (Nuclear Blast, 19.04.2019)
4.3Gesamtwertung